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RIED. Um der Gerüchteküche ein Ende zu bereiten, hat Albert Ortig letzte Woche kurzfristig eine Pressekonferenz einberufen, um zu verlautbaren, dass das Frauenhaus nicht im Brauereipark gebaut wird. Ein geeignetes Grundstück ist aber bereits gefunden worden.

Vizebürgermeister Thomas Dim (FP) und Vizebürgermeisterin Gabriele Luschner (VP) mit Bürgermeister Albert Ortig (VP) und Grünen-Fraktionsobfrau Ingrid Oberwagner (v. l.) Foto: Pixner

Eins steht fest, das Frauenhaus wird heuer noch gebaut. Die Stadtgemeinde stellt für 25 Jahre um einen symbolischen „Erinnerungseuro“ ein zirka 1.300 Quadratmeter großes Baugrundstück zur Verfügung. Der Standort bleibt aus Sicherheitsgründen anonym, befindet sich aber zentrumsnah.

Landesrätin drängt auf Umsetzung

SP-Landesrätin Birgit Gerstorfer hat Albert Ortig ihre Unterstützung zugesichert. „Die Landesrätin hat mich eindringlich ersucht, so rasch als möglich eine Lösung zu finden und das Projekt noch heuer umzusetzen“, sagte Ortig und verwies darauf, dass man nicht wegen der Proteste in den sozialen Medien vom Bau im Brauereipark absieht, sondern weil gewisse Auflagen nicht erfüllt wurden und das Land den Bau nicht genehmigt hätte.

Thomas Dim kritisierte die Vorgangsweise der sogenannten Bürgerbewegung im Netz: „Dort sind Unwahrheiten verbreitet worden. Das hat nichts mit Dialog zu tun. Ich kenne einige persönlich und finde es sehr schade, dass niemand ein persönliches Gespräch gesucht hat. Aber ich bin sehr froh, dass diese soziale Einrichtung in Ried bleibt.“

Gabriele Luschner verwies darauf, dass dieses unverzichtbare Angebot in Ried bleiben muss und der Standort in jedem Fall geheim gehalten wird.

Ingrid Oberwagner kritisierte, dass die Grünen nicht in die Pläne für den neuen Standort eingebunden wurden, plädierte aber, dass alle Behörden, Schulen und Nahversorger für die Frauen fußläufig erreichbar sein müssen.

1.600 Unterschriften an Bürgermeister übergeben

Aufgrund eines Dringlichkeitsantrages wurde die Standortfrage „Neubau Frauenhaus Innviertel“ auf die Agenda der letzten Gemeinderatssitzung genommen. Vor Sitzungsbeginn übergab Franz Bayer 1.600 Unterschriften zur „Erhaltung des Brauereiparks“ und forderte den freien Zugang zum Gelände. Nachdem es sich um ein Privatgrundstück handelt, liegt laut Albert Ortig die Entscheidung beim Eigentümer.


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