FACC: Neues Geld und Vertrag für Flugzeugnasen
RIED. Die FACC AG stockt ihre strategischen Finanzreserven durch die Platzierung eines Schuldscheindarlehens in Höhe von 70 Millionen Euro auf und hat einen neuen Großauftrag von Bombardier Aviation bekommen.

Wegen der sehr guten Nachfrage von Investoren nutzt das Unternehmen das insgesamt günstige Finanzmarktumfeld und hat das ursprünglich geplante Volumen von 50 Millionen Euro kurzfristig erhöht.
Das platzierte Volumen verteilt sich auf Laufzeiten zwischen fünf, sieben und zehn Jahren. 42 Prozent der Transaktion wurden zudem in festverzinslichen Tranchen ausgegeben. Damit bereitet sich das Unternehmen frühzeitig auf die Refinanzierung der im Juni 2020 fälligen Unternehmensanleihe vor.
Größerer Handlungsspielraum
FACC-CEO Robert Machtlinger erläutert: „Vor dem Hintergrund unserer guten wirtschaftlichen Situation erhöht das Darlehen den Handlungsspielraum, um unsere Marktposition weiter auszubauen.“ FACC-Finanzchef Aleš Stárek ergänzt: „Die hohe Nachfrage ist ein Vertrauensbeweis der Anleger in das Unternehmen.“
Neuer Großauftrag
FACC hat von Bombardier Aviation den Auftrag zur Lieferung der Radoms für verschiedene Bombardier-Flugzeugprogramme erhalten. FACC wird die Flugzeugnasen für die gesamte Lebensdauer der Challenger- und Global-Businessjets produzieren.
Der Projektstart ist für das dritte Quartal 2019 geplant, mit den Produktlieferungen wird FACC im Jahr 2020 beginnen.
Radoms
Radoms sind jene Teile im Cockpit-Bereich des Flugzeugs, die die in der Flugzeugnase sitzende Radarantenne vor äußeren Einflüssen schützen. Die Teile müssen hochfeste Eigenschaften besitzen, um Beschädigungen der Radarantenne im Falle eines Vogelschlages oder Hagels bei hohen Geschwindigkeiten zu verhindern, und sollen außerdem möglichst leicht sein und die von der Antenne gesendeten oder empfangenen Signale nur minimal dämpfen.


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