Initiativen zur Standortbelebung
RIED. „Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile“ – fast schon philosophisch beschreibt Christoph Wiesner, der Leiter der Wirtschaftskammer Ried, die Zusammenarbeit von Wirtschaftskammer (WK), Frau in der Wirtschaft (FidW) und Junger Wirtschaft (JW) für den Standort Ried.

Der Schwerpunkt der gemeinsamen Arbeit ist die Stärkung und Belebung des Stadtkerns. Für das „Stadt Up“-Projekt finden WK-Ried-Obmann Josef Heißbauer, FidW-Bezirksvorsitzende Daniela Hofinger und der JW-Bezirksvorsitzende Lukas Erhardt nur lobende Worte.
„Stadt Up“
Heißbauer: „Das Format hat sich bewährt.“ Fünf neue Betriebe seien durch „Stadt Up“ nach Ried gekommen, in deren Sog habe es 31 weitere Neuansiedlungen im Rieder Stadtzentrum gegeben. Mit der zweiten Runde von „Stadt Up“, werde es eine „noch breitere Vielfalt geben“.
Durch die neue Regelung für das Gratisparken, die von WK, FidW und JW angeregt wurde, hätten sich die Frequenz und auch die Umsätze in der Innenstadt erhöht.
Karriere mit Lehre
Daniela Hofinger kündigte für den Herbst eine neue Runde der „Und du?“-Initiative für den bewussten Einkauf vor Ort und den Bezirks-Event der FidW-Initiative „g“lernt is g“lernt“ an, bei der eine Unternehmerin, die als Lehrling begonnen hat, geehrt und zu Gesprächen in die Schulen geholt wird.
Mut zur Gründung
Lukas Erhardt weist auf den Mut hin, den Neugründer aufbringen müssen, und fordert bessere Rahmenbedingungen wie zum Beispiel besseren Kapitalzugang oder Förderungen auch für „normale“ Start-Ups im Handwerks- oder Dienstleistungsbereich.
Wirtschaftspark
Beim Wirtschaftspark Innviertel geht die Rieder WK „nicht davon aus, dass sich neue Betriebe ansiedeln“. Dagegen spricht laut Christoph Wiesner der Mangel an gut ausgebildeten Fachkräften. Neue Betriebe würden diese wahrscheinlich zu einem großen Teil von den bestehenden Betrieben abziehen.
Wiesner rechnet aber damit, dass Erweiterungsflächen für expandierende Betriebe gebraucht werden. „Wir müssen das Wachstum auch kanalisieren“, sagt er. „Man kann nicht überall Firmen hinbauen. Wir brauchen auch Erholungsflächen.“.


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