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RIED/TRAUNKREIS/OÖ. Wander- und Schneeschuhführer gehen es weniger alpin als ihre Bergführer-Kollegen an, nichtsdestotrotz ist die Ausbildung anspruchsvoll und bringt einiges an Verantwortung mit sich. Tips traf mit Sabina Haslinger eine Wanderführerin aus der Region Traunviertel.

Gipfel- und Naturerlebnisse stehen für Wanderführer auf dem Programm. Foto: Haslinger
  1 / 6   Gipfel- und Naturerlebnisse stehen für Wanderführer auf dem Programm. Foto: Haslinger

Als angehender Wander- und Schneeschuhführer ist man am besten kein Neuling in den Bergen und hat schon die eine oder andere Tour erfolgreich hinter sich gebracht haben.

Den Weg finden

„Außerdem sollte man mit Kompass, GPS und sonstigen Navigationssystemen umgehen können“, erklärt Sabina Haslinger, die in Ried im Traunkreis wohnt und ihre Ausbildung 2007 abgeschlossen hat. Im Gegensatz zu den Bergführern dürfen Wander- und Schneeschuhführer nicht über Routen mit Sicherungsbedarf (beispielsweise Klettersteige) führen. Doch auch sie tragen viel Verantwortung: „Man muss bis zu einem gewissen Grad für die Mitglieder seiner Gruppe mitdenken. Es muss einem schon liegen, für viele Menschen verantwortlich zu sein“, erzählt Haslinger.

Tourenplanung

Die zweiteilige Ausbildung, die vom oberösterreichischen Berg- und Skiführerverband über das Wifi angeboten wird, umfasst einige zentrale Lehrinhalte – und das in 80 Einheiten pro Teil. Neben der Tourenplanung stehen unter anderem Wetterkunde, Psychologie, Berg- und Naturkunde sowie Bewegungs-, Tourismus- und Ausrüstungskunde fix am Lehrplan. Auch eine Erste-Hilfe-Kurs-Auffrischung ist dabei.

Eine Nische suchen

Nach der Absolvierung des Kurses kann man sich autorisieren lassen und dann offiziell als Wander- und Schneeschuhführer selbstständig oder für unterschiedliche Anbieter arbeiten. Auf die Frage, ob es auch genug Nachfrage nach geführten Touren gibt, antwortet Sabina Haslinger: „Es gibt schon ein zunehmendes Interesse an geführten Expeditionen. Hilfreich ist es allerdings, sich seine Nische zu suchen.“

Erfolgserlebnisse

Hat man sich nach der Ausbildung autorisieren lassen, kann man überall tätig werden. Es gibt keine Begrenzung auf eine Region, auch wenn die Ausbildung von Bundesland zu Bundesland leicht unterschiedlich ist.

Wander- und Schneeschuhführer kommen schon einmal in brenzlige Situationen, viele schöne Erfahrungen entschädigen aber laut Haslinger für das Risiko. „Es ist toll, den Leuten zu zeigen, was es alles an schöner Natur gibt, und sich über Erfolgserlebnisse gemeinsam freuen zu können“, schwärmt die Riederin von ihrer Berufung.

Der erste Teil der aktuellen Wander- und Schneeschuhführerausbildung über das Wifi OÖ startet ab 7. Oktober, Ausgangsort ist das Wifi Bad Ischl. Weitere Infos unter www.wifi-ooe.at


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