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Kunsthaus Obernberg: „Zwischen Hopfen und Bangen“ –Ausstellung zum Biermärz 2022

Rosina Pixner, 01.03.2022 15:00

OBERNBERG. Initiiert, kuratiert und organisiert von Josef Brescher, Künstlerischer Leiter der Burg Obernberg, findet im Namen des Vereins „Burg Obernberg – Kultur am Inn“ die Ausstellung „Zwischen Hopfen und Bangen ...“ statt.

Josef Brescher kuratiert die Ausstellung im Kunsthaus. (Foto: Wolfram Schmidt Fotografie,wsfoto.de)
  1 / 3   Josef Brescher kuratiert die Ausstellung im Kunsthaus. (Foto: Wolfram Schmidt Fotografie,wsfoto.de)

56 Künstler aus der Region Innviertel – und weit darüber hinaus – machen sich tiefgründige und hochfliegende Gedanken, wie sich die aktuellen Entwicklungen in künstlerischer Form darstellen lassen. Eröffnet wird die Ausstellung im Rahmen des Biermärz am Samstag, 5. März, um 14 Uhr. Auf den ersten Blick mag es scheinen, dass bei dem Versuch, „Kunst + Bier“ miteinander in Verbindung zu bringen, von vornherein Hopfen und Malz verloren sind. Löst man sich jedoch von den allzu nahe liegenden und flachen Überlegungen, dann tun sich zahlreiche spannende und unvermutete Querverbindungen auf. Dass ein genauer Blick allemal lohnt, sieht man schon daran, dass eine große Gruppenausstellung seit 2016 immer wichtiger Teil des „Innviertler Biermärz“ war und man kann ohne Übertreibung sagen, dass aus einem Experiment mittlerweile eine Kult-Veranstaltung geworden ist. Das Kunsthaus Obernberg hat dabei eindrucksvoll aufgezeigt, dass die großzügigen Ausstellungsräume und das einzigartige Ambiente, gepaart mit einer professionellen Ausstellungsabwicklung, eben ein ganz besonderer Platz für Kunst-Präsentationen zwischen München und Wien sind.

Plattform für 56 Kunstschaffende

Neben den Besuchern sind die teilnehmenden Künstler der entscheidende Gradmesser – und die Zusage von über 56 Kunstschaffenden zeigt deutlich, dass hier eine Plattform geschaffen wurde, die alle begeistert. Da sind viele hervorragende Maler, Bildhauer, Grafiker etc., die in den letzten Jahren ihre Werkstätten und Galerien lange zusperren mussten; auch der Tourismus kämpft hart, um den gut eingeführten „Inn­viertler Biermärz“ trotz aller Einschränkungen erfolgreich weiterführen zu können, last but not least ist das interessierte Kulturpublikum seit Jahren auf karger Diät.

Gerstensaft und Geselligkeit

Eine magische Eigenschaft des Gerstensaftes besteht darin, dass sich Menschen treffen, zusammensetzen, angeregt diskutieren, auch heftig streiten, aber im Idealfall ist am nächsten Tag alles vergessen: die Formel zur Weltrettung ebenso wie der Grund eventueller Meinungsverschiedenheiten diesbezüglich. Die Ausstellung ist auch deshalb nötig, weil durch sie ein Zeichen der Präsenz gesetzt wird, weil viele Künstler dringend eine Öffentlichkeit suchen, die das Kunsthaus Burg Obernberg als größter Ausstellungsort in der Region für aktuelle Kunst bereitstellen kann. Die Öffnung nach vielen Seiten hin, die Zusammenarbeit mit Tourismus und regionaler Wirtschaft, der kostenlose Eintritt, die bewusste Einladung an breite, auch Kunst-skeptische Bevölkerungsgruppen ist vom Wunsch getragen, hier an einem der schönsten Orte über dem Inn einen lebendigen Beitrag zur Belebung der Kunstszene zu gestalten. Von der ­Euregio wurde dieses Projekt gefördert.

Eröffnung

Samstag, 5. März: 14 Uhr

Ausstellungsdauer

bis Sonntag, 3. April Öffnungszeiten: Freitag bis Sonntag von 14 bis 18 Uhr – Eintritt frei


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