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RIED. Die Innviertler Künstlergilde feiert heuer ihr 100-jähriges Gründungsjubiläum mit mehreren Ausstellungen. Darüber hinaus veröffentlicht die IKG ein Jubiläumsbuch und eine Grafikmappe.

Präsentation des IKG-Jubiläumsprogramms (v. l.): Hanna Kirmann, Werner Bauböck, Sigrid Kofler (Foto: Tips / Horn)

Das Zentrum der Aktivitäten ist Ried. Hier werden im Museum Volkskundehaus, im Gildenraum am Kirchenplatz, in der Galerie 20gerHaus, der Raiffeisenbank und der Landesmusikschule mehrere Ausstellungen stattfinden. Außerdem gibt es ein „Fest der Kunst“ beim KiK-Open-Air und zum Abschluss am 11. November ein Künstlerfest mit Festakt.

In Braunau finden ebenfalls mehrere Ausstellungen statt (Stadttorturm, Herzogsburg). Zusätzlich wird die Stadt die Arbeiten, die bei einem Stahlbildhauersymposion im August entstehen, dauerhaft in der Innenstadt aufstellen.

Die Ausstellung „Der Geist. Die Kunst. Das Leben“ im Linzer Schlossmuseum, die am Dienstag, 7. Februar eröffnet wird, ist eine der größten in der Geschichte der IKG. Von knapp 150 IKG-Mitgliedern nehmen 108 teil. Vertreten sind nicht nur die bildenden Künstler mit Gemälden und Skulpturen, sondern auch Fotografen, Architekten, Musiker und Literaten. Für Letztere wird es Hörstationen geben.

Gildenmitglied Architekt Werner Bauböck: „Die Ausstellung wird ein eindrucksvolles Signal für den Zentralraum. Wir wollen ein Statement setzen: Es gibt uns, und wir sind gut!“

An den jahrelangen Vorbereitungen des Programms war der kürzlich verstorbene IKG-Vorsitzende Walter Holzinger maßgeblich beteiligt. „Es macht uns sehr traurig, dass er die Ernte dieser Arbeit nicht gemeinsam mit uns einfahren kann“, sagt Bauböck.

Buch und Grafikmappe

Die IKG hat ihre Aktivitäten seit 1926 in Jahrbüchern dokumentiert, die seit 1958 durchgehend erscheinen. Jetzt präsentiert sie ein eindrucksvolles Buch, in dem sämtliche rund 450 Gildenmeister seit der Gründung mit kurzen Biografien aufgeführt sind. Besonderen Wert legte die IKG auf die historische Aufarbeitung, wobei die 30er-Jahre „besonders angeschaut“ wurden, wie es Sigrid Kofler ausdrückt. Dabei arbeitete die IKG unter anderem mit Expertinnen und Experten wie dem Historiker Gottfried Gansinger, der Rieder Kulturamtsleiterin Sieglinde Frohmann, Verena Träger und Martina Riepl zusammen. Kofler: „Diese Zeit wurde lange eher totgeschwiegen. Jetzt schauen wir, was damals war. Es gab auch in der IKG Gewinner und Verlierer.“ Die IKG wurde 1939 stillgelegt (nicht von den Nazis aufgelöst) und 1946 neu gegründet.

Die Gilde bringt auch eine auf 35 Stück limitierte Grafikmappe mit 15 hochwertigen Drucken verschiedener Gildenmeister und jeweils einem Original von Johann Jascha heraus, die für 2.500 Euro erhältlich ist. Werner Bauböck: „Wenn uns Geld übrig bleibt, gründen wir damit einen Fonds zur Unterstützung von Mitgliedern, die in Not geraten sind.“


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