Vier künstlerische Positionen
REICHERSBERG. Die Galerie am Stein von Monika Perzl im Stift Reichersberg zeigt vom 10. März bis 3. Juni die Ausstellung „Accrochage“ mit Werken von Sepp Auer, Arnulf Rainer, Karl Schleinkofer und Gisela Stiegler.

Die Eröffnung findet am Freitag, 10. März von 16 bis 20 Uhr statt.
Es geht um vier künstlerische Positionen aus unterschiedlichen ästhetischen Mikrokosmen, erläutert Thomas Miessgang im Begleittext zur Ausstellung, die räumlich und konzeptuell so in Beziehung gesetzt sind, dass die Werke aufeinander reagieren und auch eine Reaktion bei den Betrachtern hervorrufen.
Die Blickachsen sind so gestaltet, dass man immer unterschiedliche Arbeiten der Künstler respektive der Künstlerin im Sichtfeld hat und sich darüber hinaus unterschiedliche Zeitschichten übereinander lagern.
Materialkontraste
Das kann auf der Materialebene spielen, wenn beispielsweise die „sanften“ Werkstoffe Polystyrol und Gummiacryl von Gisela Stiegler mit den „harten“ Materialien Eisen und Stahl von Sepp Auer kontrastieren.
Das kann sich aber auch auf technisch-ästhetische Ausdrucksformen beziehen: So verweisen die obsessiven Strichelbilder von Karl Schleinkofer auf die seit den 1950er Jahren praktizierten Übermalungen von Arnulf Rainer.
Übermalungen und Piktogramme
Dieser wiederum wird mit unterschiedlichen Ausprägungen seiner Kunst konfrontiert, wenn Übermalungen in einer kreuzförmigen Hängung der Werke in der Ausstellung auf neuere Arbeiten treffen, die breit gepinselte reduzierte Geometrien zu archaisch-schwarzen Piktogrammen serialisieren.
Poppige Zitate und minimalistische Formen
Gisela Stiegler zitiert antike Säulenstrukturen und variiert sie mit Rundformen, die in poppigen Farben leuchten.
Sepp Auer wiederum konfrontiert Leinwände mit Metallstäben, deren Anordnung dem minimalistischen Formenrepertoire entlehnt ist.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden