Volkskundehaus präsentiert Ausstellung über Wirtshauskultur in Ried
RIED. Bei seiner nächsten Ausstellung „Im Wirtshaus bin i wia z’Haus“ arbeitet das Museum Innviertler Volkskundehaus mit dem „Innviertler Biermärz“ zusammen und zeigt Fotografien der in Ried geborenen und in Wien lebenden Fotografin Karo Pernegger. In ihrer Serie „Wiazhaus“ dokumentiert sie verlassene und bedrohte Gasthäuser. Die Vernissage findet am Donnerstag, 12. Februar, statt.
Perneggers Arbeiten machen sichtbar, was mit dem Verschwinden der Wirtshäuser verloren geht: Orte der Begegnung, der Gemeinschaft und ein wesentlicher Teil regionaler Identität – insbesondere im ländlichen Raum.
Ergänzt werden die zeitgenössischen Arbeiten durch einen historischen Blick auf die Stadt Ried. Ausgangspunkt ist die legendäre „Bierreise“ von vier Mitgliedern der Rieder Liedertafel – Ernst Danzer, Richard Greifeneder, Fritz Racher und Josef Strehle. Sie besuchten und bewerteten im Jahr 1913 insgesamt 46 Rieder Gaststätten. In zwölf Etappen und einer Schlussetappe wurden Bierqualität, Lokalerscheinung, Bedienung sowie Wein und Schnaps kritisch kommentiert und dokumentiert.
Für die Ausstellung wurden die einzelnen Gasthäuser räumlich verortet und, soweit möglich, mit historischen Ansichten ergänzt. Anekdoten, Objekte aus der Sammlung des Museums und zeitgeschichtliche Informationen lassen so die lebendige Wirtshausszene des frühen 20. Jahrhunderts wiederaufleben und schlagen zugleich eine Brücke zur Gegenwart.
Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden