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2. Innviertel Pride: Regenbogenfahnen, Kundgebungen, Musik und Performances in Ried

Walter Horn, 05.07.2026 19:54

RIED. Nach der geglückten Premiere im vorigen Jahr gibt es auch heuer in Ried eine „Innviertel Pride“. Am Samstag, 18. Juli, wird erneut eine Pride-Demonstration durch die Innenstadt führen. Die abschließende Kundgebung findet auf dem Messegelände statt. Organisiert wird die 2. Innviertel Pride von einem eigenständigen Verein.

Die Innviertel Pride geht am 18. Juli zum zweiten Mal über die Bühne. (Foto: Horn)
  1 / 4   Die Innviertel Pride geht am 18. Juli zum zweiten Mal über die Bühne. (Foto: Horn)

Die erste Innviertel Pride im vergangenen Jahr hat gezeigt, dass queeres Leben nicht nur in den großen Städten stattfindet. Rund 700 Teilnehmende feierten gemeinsam auf den Straßen von Ried und machten sichtbar, dass Vielfalt auch im ländlichen Raum einen festen Platz einnimmt.

„Die große Resonanz im Vorjahr hat gezeigt, wie wichtig es ist, die queere Community zu vernetzen und ihr in der Region einen Ankerpunkt zu bieten. Noch Monate nach der Pride kamen positive Rückmeldungen, das gab dem Team die Bestätigung und Motivation, weiterzumachen“, erzählt Ute Schneiderbauer aus dem organisatorischen Kernteam.

Von der Pride zum Verein

2025 war die Pride noch vom Kulturverein KiK, Kunst und Kultur im Innviertel und Festival der Regionen organisiert. Heuer wird sie von einem eigenständigen Verein veranstaltet: Innviertel Pride – Verein zur Förderung queerer Vielfalt.

Neben der Organisation der Pride bietet der Verein unterschiedliche Begegnungsräume und Formate wie Stammtische, Clubbings und Karaoke-Abende, Lesungen sowie gemeinsame Ausflüge zu diversen Veranstaltungen. Ziel ist es, nachhaltige Strukturen für queeres Leben im Innviertel aufzubauen und Menschen die Möglichkeit zu geben, sich auszutauschen.

„Was mich persönlich am meisten berührt, ist die Gemeinschaft, die sich im vergangenen Jahr entwickelt hat. Menschen finden Anschluss, lernen neue Freunde kennen und merken, dass sie im Innviertel nicht allein sind. Genau dieses Miteinander ist uns als Verein besonders wichtig“, sagt Obfrau Birgit Märzendorfer.

Offenes Fest für alle

Die Innviertel Pride versteht sich als offenes Fest für die gesamte Bevölkerung. Unabhängig von Alter, Herkunft, Geschlecht, sexueller Orientierung oder Lebensweise sind alle Menschen eingeladen, gemeinsam für Offenheit und Vielfalt zu demonstrieren. Der Verein will mit der Parade ein starkes Zeichen für Akzeptanz, Gleichberechtigung und ein respektvolles Miteinander setzen. Die Besucher erwartet neben der Parade ein buntes und vielfältiges Programm mit zahlreichen Möglichkeiten zum Austausch.

Ablauf und Route

Ab 15 Uhr treffen sich die Teilnehmer auf dem Messegelände beim FIH-Gebäude. Die Parade startet um 16.15 Uhr, wobei die Route gegenüber dem Vorjahr etwas geändert wurde. Sie führt vom Treffpunkt zur Brucknerstraße, von dort im Uhrzeigersinn zum Messekreisverkehr, über die Thurnerstraße und Bayrhammergasse zur Rainerstraße und Weberzeile, dann über die Braunauerstraße und Brucknerstraße zurück zum Start. Vor dem FIH-Gebäude findet ab 18 Uhr die Kundgebung mit verschiedenen Speakern und Speakerinnen, Performances und Livemusik statt. Den Ausklang bildet dann die Pride-Afterparty mit DJs und Performances ab 21 Uhr im KuhB:K.

Künstler und Acts

Die Underpaid Billionaires, die schon voriges Jahr die Parade mit schwungvollen Rocksounds begleiteten, sind wieder dabei, ebenso wie die Schauspielerin, Poetry Slammerin und Autorin Lou Paulsen, Drag Queens und Kings (Eric BigClit, Lilly Hightower, Debra Zina, The Unfabulous Clitterella) und DJs wie P.K.One und Sarah Stereo.

Verankerung im Innviertel

Aus dem Bezirk Braunau sind das Gugg, Verein Zimt, Frau für Frau und das Bauhoftheater wieder dabei; Speakerin Lou Paulsen, die über bunte Lebensrealitäten und queeres Leben in Österreich erzählt, kommt auch aus dem Bezirk. In Altheim fanden bereits ein gemeinsamer Sonntagsspaziergang und ein Innviertel Pride-Stammtisch statt.

Im Bezirk Schärding hat der Verein Innviertel Pride noch mehr Aufbauarbeit vor sich.


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