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BEZIRK RIED. Sommerzeit ist Erntezeit – und stellt zugleich für die bäuerlichen Familienbetriebe die arbeitsreichste Zeit des Jahres dar. Das Einbringen der Ernte sichert die Versorgung mit österreichischen Qualitäts-Lebensmitteln.

Bezirksbäuerin Monika Rendl (Foto: privat)
Bezirksbäuerin Monika Rendl (Foto: privat)

Damit Herr und Frau Österreicher mit heimischen Nahrungsmitteln versorgt werden können, ist seit dem Frühjahr auf den Wiesen und Feldern wieder viel los. Die Erntearbeiten sind für die Silage- und Heugewinnung und bald auch bei der Getreideernte wieder in vollem Gange. In Krisenzeiten, wie man sie derzeit erlebt, tritt das Wichtigste – die Versorgungssicherheit mit heimischen Lebensmitteln – zusehends in den Vordergrund.

Bauern sind regionale Lebensmittelversorger

Bezirksbäuerin Monika Rendl: „Seit der Ukraine-Krise kann man nicht mehr zu jeder Zeit alles haben. Deshalb sollte uns bewusst sein, dass unsere Landwirte die Bevölkerung mit heimischen Lebensmitteln versorgen können. Sommer und Herbst sind bei uns die Haupterntezeiten. Da sind die Bauern mit ihren Traktoren und Mähdreschern unterwegs. Teilweise Tag und Nacht, es kommt auf das Wetter drauf an.“

Vorsicht und Rücksicht

Gerade jetzt sollte man Rücksicht nehmen, wenn die Bauern mit den Traktoren und Mähdreschern unterwegs sind. Jeder Autofahrer hat diese Situation schon öfters erlebt. Ein Traktor oder ein Mähdrescher ist vor einem auf der Straße. Inzwischen hat sich eine lange Kolonne mit unzähligen Autos gebildet. Bei einigen Lenkern führt das zu vermehrter Gereiztheit oder gar zu aggressivem Verhalten. Eine Möglichkeit, die Fahrt wieder in gewohnter Weise fortsetzen zu können, ist das Überholen. „Ich weiß sehr wohl, dass es nervt, wenn man hinter einem Traktor herfährt. Wenn man aber ein riskantes Überholmanöver riskiert, dann ist die Wartezeit, wenn es zu einem Unfall kommt, um vieles länger“, sagt die Bezirksbäuerin und ergänzt, dass oftmals die Geschwindigkeit und die Breite der Erntemaschinen falsch eingeschätzt werde, man sollte unbedingt einkalkulieren, dass diese mehr Platz auf der Straße brauchen.

Erzeugt wird, was gekauft wird

Die Landwirte können die Bevölkerung bei vielen Lebensmittelgruppen wie etwa Milchprodukten, Fleisch, Eiern, Getreide oder Erdäpfeln ausreichend versorgen. Versorgungssicherheit, hohe Produktions- und Umweltstandards bei der Herstellung rot-weiß-roter Qualitäts-Lebensmittel – all das geht sich mit den Billigstpreisen nicht aus. „Damit die heimischen Familienbetriebe auch in Zukunft die Bevölkerung mit Nahrungsmitteln versorgen können, braucht es das Bekenntnis der Lebensmittelverarbeiter, des Handels, der Gastronomie und besonders jenes der Konsumenten zur österreichischen Landwirtschaft. Das Einkaufsverhalten und die Essgewohnheiten jedes Einzelnen erteilen täglich einen Produktionsauftrag an die Landwirte und entscheiden darüber, was produziert wird – und vor allem, wie Landwirtschaft betrieben wird“, betont Bauernbund-Landesobfrau Michaela Langer-Weninger. Die heimischen Landwirte spüren zudem die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine. „Futter- oder Düngemittel sind nicht lieferbar oder sind zwei- bis dreifach teurer geworden. Darum müssen wir schauen, dass wir in Österreich das anbauen, was der Konsument möchte und auch umweltverträglich ist. Wir müssen unseren gesunden und fruchtbaren Boden nutzen, damit wir unsere Leute versorgen können. Landwirte sollten in Zeiten wie diesen nicht auf Landschaftsgärtner reduziert werden“, untermauert Monika Rendl abschließend.


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