Influenza und Covid-19: Warnung vor einer Doppelwelle¶
BEZIRK RIED. Die Weltgesundheitsorganisation verweist in einer Aussendung von Oktober darauf, dass die Influenza nach zwei Jahren Pause auf der nördlichen Hemisphäre wieder stärker bemerkbar sein wird. Auf der südlichen Hemisphäre (Australien) waren vor allem Kinder unter 16 Jahren betroffen. ¶

Nachdem die Immunität der Bevölkerung gegen Influenza wegen des fehlenden Kontaktes mit dem Influenzavirus in den letzten beiden Jahren nachgelassen hat, besteht mit Influenza und Covid-19 die Gefahr einer Doppelwelle. Die Infektionspeaks könnten das Gesundheitssystem und die Wirtschaft strapazieren und dadurch zu personellen Engpässen führen.
Echte Grippe ist eine schwere Erkrankung
„Die echte Grippe ist eine schwere Erkrankung, die auch das Risiko für Folgeerkrankungen wie Lungen- oder Herzmuskelentzündungen mit sich bringt. Alle, die sich vor der Grippeerkrankung schützen wollen, sollen sich impfen lassen. Besonders gilt dieser Aufruf für Menschen, die ein erhöhtes Risiko für Komplikationen oder schwere Verläufe haben und für Menschen mit hohem Ansteckungsrisiko. Wir bieten unseren Mitarbeitenden die Grippeimpfung an, sehr viele nehmen dieses Angebot an. Eine Grippewelle, wie sie für diese Saison von den Experten erwartet wird, würde das Gesundheitssystem wieder sehr belasten. Für unser Krankenhaus ist es wichtig, so wenig echte Grippe-Patienten als möglich betreuen zu müssen. Der Grippeimpfstoff ist seit Jahrzehnten erprobt und wird gut vertragen. Für mich ist die jährliche Grippeimpfung selbstverständlich“, betont Johannes Huber, ärztlicher Direktor des Krankenhauses Ried.
„Unser Ziel lautet klar, die Gesundheitsversorgung in Oberösterreich gut und stark zu halten. Eine heftige Grippewelle während der Covid-19-Pandemie kann aber unser Gesundheitssystem über alle Maßen fordern. Zusätzlich besteht die Gefahr, dass Grippeviren und das Corona-Virus gleichzeitig zu Erkrankungen führen und sich dadurch das Risiko für schwere Verläufe erhöht. Der beste Schutz ist daher die Grippeimpfung. In Oberösterreich setzen wir wie in den Vorjahren Schwerpunkte bei den Kindern, den älteren Mitbürgern sowie den Mitarbeitern in sensiblen Bereichen, wie dem Gesundheits- und Pflegepersonal. Zusätzlich gibt es heuer wieder eine Impfaktion des Landes für Personen ab 15 Jahren“, kündigt Gesundheits-Landesrätin Christine Haberlander an.
Gratis-Grippeimpfung für Kinder
„Da Kinder bei der Grippeausbreitung eine Multiplikatorfunktion haben, ist die Impfung im Kindesalter eine besonders wirksame Maßnahme, um die Dynamik der Epidemie abzumildern“, so Haberlander. Für Kinder und Jugendliche vom vollendeten zweiten bis zum vollendeten 15. Lebensjahr steht ein nasal zu verabreichender Impfstoff zur Verfügung. Für Kinder vom vollendeten sechsten bis zum vollendeten 24. Lebensmonat wird ein intramuskulär zu verabreichender Totimpfstoff angewendet. Die Impfung wird über die Haus- beziehungsweise Kinderärzte abgewickelt und ist mit den dort erhältlichen Impfgutscheinen gratis“, sagt Haberlander.


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