"Für mich als Bäuerin ist Erntedank ein ganz besonderes Fest"
BEZIRK RIED. In den vergangenen Wochen wurden viele Erntedankfeste gefeiert. Aber nicht nur Bauern haben Grund zum Danken. Jede und Jeder hat so vieles um dankbar zu sein.

Dankbar für die Lebensmittel, den Arbeitsplatz, die Gesundheit, Familie und Freunde. Es ist gelebtes Brauchtum, dass im September und Oktober in unserem Land die Erntedankfeste gefeiert werden. Den Brauch sich für die Früchte des Feldes zu bedanken, kennt man aber nicht nur in Österreich, sondern auf der ganzen Welt. Das wohl gängigste Symbol des Erntedankfestes ist die Erntekrone, die es in den unterschiedlichsten Abwandlungen in ganz Österreich gibt. Meist wird bei einer Prozession die Krone in die Kirche getragen und gemeinsam mit den Erntegaben gesegnet.
Bezirksbäuerin Monika Rendl, aus Mehrnbach, ist in diesem Jahr zum Erntedankfest sehr nachdenklich: „Die aktuelle Krise und der Krieg zeigen uns wieder einmal wie verletzlich unsere Wohlstandsgesellschaft ist. Vielfach haben wir die Dankbarkeit verlernt und sehen so vieles als selbstverständlich an. Für mich als Bäuerin ist Erntedank ein ganz besonderes Fest. Es zeigt uns, dass es nicht selbstverständlich ist, mit Nahrung im Überfluss und mit der notwendigen Gesundheitsversorgung gesegnet zu sein. In meiner Heimatgemeinde wird dieser besondere Tag gemeinsam mit den Vereinen und den Kindern gefeiert. Denn an diesem Tag danken wir nicht nur der Natur, sondern auch der umsichtigen Arbeit, die Bäuerinnen und Bauern täglich verrichten.“


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden