Betr.: Subventionitis
Leserbrief von Thaddäus Berneder aus Ried zum Thema „Subventionitis“

Ich möchte meine Verwunderung über den Vorschlag der Wirtschaftskammer und der Gewerkschaft zum Ausdruck bringen, Häuslbauer mit einer Subvention von 100.000 Euro zu unterstützen. Diese Maßnahme nach dem Gießkannenprinzip würde nicht nur eine unfaire Bevorzugung gegenüber jenen, die bereits ein Eigenheim errichtet haben, darstellen, sondern auch die in Österreich bestehende „Subventionitis“ nur noch verstärken.
Statt 100.000 Euro an einzelne zu vergeben, wäre es sinnvoller, die wenigen Ressourcen auf gerechtere und nachhaltigere Weise so zu verteilen, dass eine breitere Bevölkerungsschicht davon profitiert. Subventionen sollten gezielt eingesetzt werden, um soziale Ungleichheiten zu verringern und die Wirtschaft insgesamt zu stärken, anstatt spezifische Interessen einzelner zu begünstigen.
Es wäre ein Gebot der Stunde, sich von der Klientelpolitik, kurzfristigen Lösungen und von Geld und Steuergeschenken mit Schielen auf die nächsten Wahlen zu lösen und langfristige Strategien zu entwickeln, die der gesamten Gesellschaft zugutekommen.
Es ist auch an der Zeit, dass wir uns mit der „Subventionitis“ in Österreich ernsthaft auseinandersetzen und Wege finden, um eine gerechtere Wirtschaftsförderung zu gewährleisten.
von
Thaddäus Berneder,


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