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„Hui statt pfui“-Flurreinigung: Weniger PET-Flaschen und Dosen wegen Einwegpfand

Walter Horn, 14.05.2026 11:53

RIED. Mehr als 1.000 Freiwilligen führten im Bezirk Ried von Februar bis Mai 30 Flurreinigungsaktionen unter dem Motto „Hui statt pfui“ durch. Diese Aktionen finden in Oberösterreich seit beinahe 20 Jahre mit Unterstützung der Umweltprofis der Bezirksabfallverbände statt.

Die Ausbeute der „Hui statt Pfui“-Flurreinigungsaktion in Utzenaich (Foto: BAV)
Die Ausbeute der „Hui statt Pfui“-Flurreinigungsaktion in Utzenaich (Foto: BAV)

Vielen Menschen ist nicht bewusst, dass das achtlose Wegwerfen von Abfall in die Landschaft, das sogenannte „Littering“, nicht nur dumm und verboten ist (die Strafen reichen von 180 bis, je nach Gemeinde, 2.000 Euro), sondern auch eine ernsthafte Gefahr für Umwelt und Tiere darstellt.

Besonders problematisch sind achtlos weggeworfene Dosen und Flaschen auf landwirtschaftlichen Flächen. Diese können beim Abmähen zerkleinert werden, gelangen ins Tierfutter und verursachen zum Beispiel bei Kühen Verletzungen und Entzündungen – im schlimmsten Fall sogar den Tod der Tiere.

Gefährliche Zigarettenstummel

Ein großes Problem stellen weiterhin Zigarettenstummel dar. Sie verunreinigen das Grundwasser, beeinträchtigen das Pflanzenwachstum und schädigen Tiere wie Fische und Vögel. Die Filter bestehen aus schwer abbaubarem Kunststoff und setzen Mikroplastik frei.

Eine einfache und umweltfreundliche Lösung für Zigarettenstummel und Snus bietet der „TAschenbecher“, der gratis beim Bezirksabfallverband Ried erhältlich ist (Danner 78, 4971 Aurolzmünster, 07752 81770, abfallberatung@bav-ried.at).

Keine einzige PET-Getränkeflasche in Utzenaich

Im Anschluss an die Flurreinigungsaktion der Volksschule Utzenaich sortierte Abfallberaterin Sonja Glatzel gemeinsam mit den Kindern den gesammelten Abfall: „Erfreulicherweise war keine einzige PET-Getränkeflasche dabei und nur eine Handvoll Getränkedosen ohne Pfandlogo. Dafür leider viele Baustellenabfälle wie Styropor und PU-Schaum, die häufig vom Wind verweht werden, Silvestermüll, Hundekot-Sackerl, die nicht verrotten, sowie Zigarettenstummel und Snus.“


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