Feuerwehr Ried gibt beim Tag der offenen Tür spannende Einblicke in die Arbeit
RIED. Wie vielseitig die Aufgaben einer modernen Feuerwehr inzwischen sind, welche Technik im Ernstfall zum Einsatz kommt und warum hinter all dem vor allem Menschen stehen, können Besucher am Sonntag, 13. September, bei der Feuerwehr Ried erleben.

Beim Tag der offenen Tür im Feuerwehrhaus in der Brucknerstraße 46 verbindet die FF Ried spannende Einblicke in den Feuerwehralltag mit einem Fest für die ganze Familie.
Fahrzeuge und Spezialgeräte
Wenn die Sirene heult und die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Ried ausrücken, muss es oft schnell gehen. Was im Hintergrund notwendig ist, damit im entscheidenden Moment jeder Handgriff sitzt, bleibt für die Bevölkerung jedoch meist verborgen. Genau das möchte die FF Ried bei ihrem Tag der offenen Tür am 13. September ändern. Fahrzeuge und Spezialgeräte können aus nächster Nähe besichtigt werden, Feuerwehrmitglieder beantworten Fragen und auch für Unterhaltung und Kulinarik ist gesorgt.„Wir möchten den Menschen zeigen, was hinter einer modernen Freiwilligen Feuerwehr steckt“, erklärt Feuerwehrkommandant Florian Schmidbauer. Dabei gehe es nicht nur darum, Fahrzeuge zu präsentieren: „Am Tag der offenen Tür möchten wir unsere Arbeit transparent und greifbar machen und gleichzeitig einen gemütlichen Tag für die ganze Familie bieten.“Wie umfangreich diese Arbeit mittlerweile ist, zeigen allein die Einsatzzahlen. 562 Einsätze bewältigte die FF Ried im vergangenen Jahr, 425 davon waren technische Einsätze. Das Bild der Feuerwehr, die hauptsächlich zur Brandbekämpfung ausrückt, entspricht damit längst nicht mehr der Realität. „Das Aufgabenspektrum ist mittlerweile enorm breit“, sagt Schmidbauer. Verkehrsunfälle, Personenrettungen, Unwettereinsätze, technische Hilfeleistungen und Gefahrstoffeinsätze gehören ebenso zum Alltag wie der klassische Brandeinsatz.
Vom Oldtimer bis zum Elektro-Feuerwehrfahrzeug
Beim Tag der offenen Tür können die Besucher den Fuhrpark und die Ausrüstung kennenlernen und sich direkt bei den Feuerwehrmitgliedern über die jeweiligen Einsatzmöglichkeiten informieren. Einen Blick in die Zukunft des Feuerwehrfahrzeugbaus ermöglicht dabei ein besonderes Gastfahrzeug: Ein vollelektrischer Rosenbauer RT wird ausgestellt und kann aus nächster Nähe besichtigt werden.
Koordination der Notrufe
Doch nicht nur Fahrzeuge stehen im Mittelpunkt. Ein Bereich, auf den die Rieder Feuerwehr besonders stolz ist, arbeitet bei Einsätzen vielfach im Hintergrund: die moderne Nachrichtenzentrale. „Sie ist ein zentraler Bestandteil unserer Feuerwehr und übernimmt nicht nur bei Einsätzen in der Stadt Ried wichtige Aufgaben, sondern hat eine wesentliche Funktion für die Feuerwehren im gesamten Bezirk“, betont Schmidbauer. Denn als Stützpunktfeuerwehr reicht das Einsatzgebiet weit über die Stadtgrenzen hinaus. Drehleiter, Kran- und Bergegeräte, Wechselladerfahrzeuge und Spezialausrüstung für Schadstoffeinsätze stehen für besondere Einsatzlagen zur Verfügung. Dazu kommen Sondergruppen unter anderem für Höhenrettung, Tauchdienst und Drohneneinsätze.Dass moderne Technik allein noch keine leistungsfähige Feuerwehr ausmacht, ist Schmidbauer wichtig. „Die beste Technik hilft uns nichts, wenn wir nicht die Menschen haben, die sie bedienen.“ Gerade angesichts des hohen Einsatzaufkommens brauche es Mitglieder, die bereit seien, Verantwortung zu übernehmen und Freizeit für die Allgemeinheit einzusetzen. Ebenso entscheidend seien Kameradschaft, Zusammenhalt und Freundschaft. Schließlich müsse das Ehrenamt auch mit Beruf und Familie vereinbar sein – und brauche deshalb Familien und Arbeitgeber, die dieses Engagement mittragen.
Rahmenprogramm für die ganze Familie
Am 13. September darf die Feuerwehr aber auch einmal ganz ohne Einsatzstress erlebt werden. Besonders eindrucksvoll dürften dabei die beliebten Krankorbfahrten werden. Sie ermöglichen den Besuchern einen außergewöhnlichen Blick aus luftiger Höhe über Ried. Wer lieber mit historischem Charme unterwegs ist, kann mit dem Oldtimerfahrzeug „Max“ bei einer Stadtrundfahrt Feuerwehrgeschichte erleben.Der Festtag beginnt bereits um 9.30 Uhr mit einem Festgottesdienst und der feierlichen Fahrzeugsegnung. Anschließend sorgt die Stadtkapelle Ried beim traditionellen Frühschoppen für musikalische Unterhaltung.Auch kulinarisch soll der Tag genügend Gründe bieten, länger im Feuerwehrhaus zu bleiben. Ein abwechslungsreicher Mittagstisch, verschiedene Köstlichkeiten, kalte Getränke sowie eine Kaffee- und Kuchenbar warten auf die Gäste. Zur bewährten Weißbierbar kommt in diesem Jahr erstmals eine Aperol-Bar hinzu.Ein besonderes Augenmerk legt die FF Ried auf Familien. Kinderschminken, Spritzwände, Bastelbögen, Hüpfburg etc. sollen dafür sorgen, dass auch bei den jüngsten Gästen keine Langeweile aufkommt. „Unsere Jugend von heute ist ein Teil der Einsatzmannschaft von morgen“, sagt Schmidbauer. Bereits ab acht Jahren können Interessierte bei der Florianigruppe erste Feuerwehrluft schnuppern.








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