Vortrag im Charlotte-Taitl-Haus: Die "vergessenen Opfer" des NS-Regimes.
RIED. Der geprüfte OÖ-Heimatforscher und Bundschuh-Autor Richard Jansko hält im Lern- und Gedenkort Charlotte-Taitl-Haus in Ried am Dienstag, 20. Oktober, um 19 Uhr einen Vortrag zum Thema „Jehovas Zeugen - Die ‚vergessenen Opfer‘ des NS-Regimes“.

Jansko ist auch Mitglied des Vereins Lila Winkel, der sich seit 1998 der Rehabilitierung von NS-Opfern widmet.
In seinem Vortrag wird er die Opfergruppe der Zeugen Jehovas näher beleuchten. Wie stellte sich die Situation regional im Bezirk Ried zur NS-Zeit dar? Wieso wurden sie verfolgt? Zusätzlich zu den bereits bekannten Fakten der beiden Opfer Juliana Stockmaier und Katharina Hingsamer werden vorab erstmals bedeutende Archivfunde präsentiert, die heuer im aktuellen Bundschuh erscheinen werden.
Seitens der Rieder Justiz in der NS-Zeit gibt es ebenfalls betroffene Zeugen Jehovas. So wurde Adolf Zierler in Ried inhaftiert und schließlich am 15. Dezember 1939 in Berlin-Plötzensee wegen Zersetzung der Wehrkraft hingerichtet.
Auch das im KZ Sachsenhausen von einem Zeugen Jehovas komponierte Lied „Vorwärts, ihr Zeugen!“ wird vorgestellt. Der Komponist, Erich Frost, wurde unter anderem auch am Mondsee als Zwangsarbeiter eingesetzt.
Lern- und Gedenkort Charlotte-Taitl-Haus, Roßmarkt 29, 4910 Ried im Innkreis
Beginn: 19 Uhr, voraussichtliches Ende: 20.30 Uhr.
Der Eintritt ist frei








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