Warnmeldetest und Familien-Notfallplan zum Zivilschutztag
RIED. Der erste Samstag im Oktober ist der Zivilschutztag. Heuer findet am 5. Oktober ein flächendeckender Abschlusstest für den neuen Warnmeldedienst „AT Alert“ statt. Zudem präsentiert das Land einen neuen Notfallplan.

Bereits 2022 wurde der Notfallplan „Blackout“ aus der Taufe gehoben. Jetzt präsentiert der OÖ Zivilschutz die Broschüre „Familien-Notfallplan“, die den Bürgern das Erstellen des eigenen Notfallplans erleichtert. Auch Themen wie Evakuierung oder Vorsorge für Haustiere werden behandelt.
Katastrophenschutz-Landesrätin Michaela Langer-Weninger sagt: „Wer heute in haltbare Lebensmittel, Wasser, ein Notfall-Radio, Taschenlampe, Medikamente und Hygiene-Artikel investiert, sitzt morgen nicht hungrig, unvorbereitet und abgeschnitten von der Außenwelt im Dunkeln.“
Eigenvorsorge
Unverzichtbar ist jedoch die Eigenvorsorge. Langer-Weninger: „Zivilschutz ist keine One-Man-Show – hier greift jedes einzelne Zahnrad in das andere, um unser System aufrecht zu erhalten! Das kann mit der Eigenvorsorge durch Lebensmittel beginnen und bis zur Nachbarschaftshilfe reichen.“
Die Bezirkszivilschutzbeauftragte im Bezirk Ried ist Bezirkshauptfrau Yvonne Weidenholzer. Sie rät: „Den jährlichen Zivilschutztag nehme ich gerne zum Anlass, zu Hause unsere Vorräte zu überprüfen und gegen neue Vorräte auszutauschen. So bleiben wir immer am aktuellen Stand und brauchen keine Produkte entsorgen, sondern können diese noch verwenden“
Folgende Punkte müssen für einen Notfallplan geklärt werden
- Öffentliches Warnsystem: Sirenensignale kennen, richtig reagieren
- Notfallpläne am Arbeitsplatz, Schule, Kindergarten prüfen
- Ältere/beeinträchtigte Personen: besondere Bedürfnisse berücksichtigen
- Haustiere: Versorgung planen, Notunterkünfte oft ohne Tiere
- Kommunikationsplan bei Trennung von Familienmitgliedern
- Evakuierung: Vorkehrungen für Unterkunft bei Freunden/Verwandten
- Fluchtwege von Zuhause festlegen, alternative Routen planen
- Sichere Orte im Haus je nach Katastrophenart identifizieren
- Wasser, Gas, Strom: Abstellmöglichkeiten kennen, Werkzeuge bereithalten.
- Versicherungsschutz überprüfen
- Rauchmelder installieren, Feuerlöscher prüfen
- Erste-Hilfe-Kenntnisse in der Familie vermitteln
- Dokumentenmappe erstellen, Kopien ins Notgepäck.
- Sammelplätze, Telefonnummern, Sicherheitsvorkehrungen regelmäßig auffrischen
AT-Alert
AT-Alert befindet sich am Ende der Testphase und wird nach dem bundesweiten Abschlusstest mit 6. Oktober in den regulären Betrieb übergehen. Mit dem Tool ist eine schnelle und präzise Warnung der betroffenen Bevölkerung (regional, überregional, national) möglich. Warnbereiche für einzelne Gemeinden, Bezirke, Regionen oder auch spezifische Straßenabschnitte, können gezielt festgelegt werden.


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