Mettmach startet „Küche der Zukunft“ Challenge
METTMACH. Die Schulküche der Marktgemeinde Mettmach macht sich auf den Weg zu noch mehr Bio, Regionalität, Nachhaltigkeit und Sichtbarkeit. Beim Startworkshop der „Küche der Zukunft Challenge“ wurden gemeinsam mit Bio Austria und dem Verein „Zukunft Essen“ konkrete Ziele für das kommende Jahr festgelegt.

Die „Küche der Zukunft“ begleitet Schulküchen dabei, ihre Verpflegung Schritt für Schritt gesünder und nachhaltiger zu gestalten. Im Rahmen der Challenge werden teilnehmende Küchen fachlich begleitet und beraten sowie bei der Vorbereitung für die Bio-Zertifizierung unterstützt.
Startworkshop
Beim Startworkshop in Mettmach mit Andrea Vaz-König vom Verein „Zukunft Essen“ und Birgit Waldenberger von Bio Austria wurde gemeinsam mit Schulköchin Elisabeth Moser, Bürgermeister Erich Gaisbauer und KEM-Managerin Ute Schneiderbauer die aktuelle Situation der Schulküche erhoben und überlegt, welche Entwicklungsschritte im kommenden Jahr umgesetzt werden können.
345 Essen pro Woche
„Die Ausgangslage in Mettmach ist sehr stark. Pro Woche werden rund 345 Essen frisch gekocht, dabei wird auf saisonale Verfügbarkeit geachtet und viele Lebensmittel direkt aus der Region bezogen. Als Frischküche hält sich außerdem der Lebensmittelabfall sehr gering. Das gibt gute Anknüpfungspunkte für die weitere Arbeit“, erzählt Ute Schneiderbauer von der Klima- und Energie-Modellregion (KEM) Inn-Kobernaußerwald, die das Projekt begleitet.
Ziele für das kommende Jahr
Für die Challenge wurden vier Zielsetzungen gemeinsam erarbeitet: Künftig sollen fünf Lebensmittel in Bio-Qualität eingesetzt werden, etwa Mehl oder Bio-Vollkornnudeln. Für die Lehrküche wird ein Workshop geplant, bei dem Kinder mitkochen und die Küche besser kennenlernen können. Weiters wird der Lebensmittelabfall über einen längeren Zeitraum gemessen.
Frisch gekocht und pädagogisch wertvoll
Die Schulküche bietet derzeit etwa zur Hälfte Fleischgerichte und zur Hälfte vegetarische Speisen an. Besonders beliebt sind bei den Kindern Gerichte wie Wraps mit Fleisch, Kotelett mit Gemüse, Wedges und Rösti oder auch selbstgemachte Germknödel. Neben der täglichen Verpflegung leistet die Schulküche auch einen wichtigen pädagogischen Beitrag: Kinder bekommen einen anderen, sinnlichen Zugang zu Lebensmitteln, lernen Portionsgrößen einzuschätzen und erfahren, wo ihr Essen herkommt.
„Wir wollen die gute Arbeit unserer Schulküche sichtbar machen und gleichzeitig weiterentwickeln. Unser Ziel ist es, den Bio-Anteil sicherzustellen, mehr Regionalität in den Einkauf zu bringen und genau hinzuschauen, wo wir stehen. Dann können wir gemeinsam entscheiden, wohin wir uns entwickeln wollen und das möglichst ohne große Preissteigerungen“, sagt Bürgermeister Erich Gaisbauer.


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