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Der schmackhafte Käse ist gegessen. Mit einem 2:0-Heimerfolg über Tabellenschlusslicht SV Grödig fixierte die SV Josko Ried zwei Runden vor Schluss vorzeitig den Klassenerhalt.

Trainer Paul Gludovatz erfüllte seine Mission und schaffte mit der SV Josko Ried den Klassenerhalt. Foto: GEPA

„Es war ein mentaler Kraftakt mit großem Substanzverlust. Würde ich nach außen zeigen, wie es in mir aussieht, müsste ich einen Flic-Flac machen“, gibt Cheftrainer Paul Gludvatz nach den nervenaufreibenden Duell vor mehr als 5100 Fans zu.

Kurioser Führungstreffer

Die Gäste erwischten den besseren Start und kamen auch zu Möglichkeiten, mit denen sie aber fahrlässig umgingen. Anders die Hausherren. Nach einem weiten Abschlag von Torhüter Thomas Gebauer wurschtelte Dieter Elsneg das Spielgerät mit Köpfchen vorbei am verdutzten Schlussmann Rene Swete zur Führung ins Gästegehäuse (23.). „Ich habe gar nicht mitbekommen, dass der Ball ins Tor ging, sondern erwartete einen Elfmeter für uns“, gibt SV Rieds achtfacher Saisontorschütze zu.

Fans durften lauter singen

Mit dem 1:0 im Rücken fanden die Innviertler vor allem in der Defensive zur gewohnten Sicherheit zurück und ließen auch in Hälfte zwei nichts mehr zu. Mit dem 2:0 durch Thomas Fröschl war die Sache erledigt und die Fans durften ihre Jubelgesänge ab sofort noch lauter anstimmen. „Wir hätten auch zurück liegen können, bekamen mit der Führung aber das Spiel in die Hand. Die Erleichterung ist natürlich riesengroß, aber auch bei einer Niederlage wären wir noch drei Punkte vor Grödig gewesen“, rechnet der 27-jährige Heimkehrer nach seinem vierten Treffer in der zu Ende gehenden Meisterschaft vor.

Permanentes Nachdenken

Nach dem drittletzten Saisonspiel ließ Paul Gludovatz die letzten Monate bei der SV Ried Revue passieren. „Der Klassenerhalt war die größte Herausforderung meiner Karriere. Es war ein permanentes Nachdenken. Nie hat es sich ergeben, dass wirklich Ruhe hinein kam. Manchmal mussten wir ungewöhnliche Maßnahmen treffen, beispielsweise einen Mittelfeldspieler als Sturmspitze aufstellen. Wir passten unseren Stil eben den Spielern und dem Spielstand an.“

Daheim und im „Ländle“

Nach dem zweiten Heimspiel in Folge gegen Austria Wien (Mi., 11. Mai, 20.30 Uhr) bestreitet die SV Josko Ried ihr Saisonfinale am Pfingstsonntag, 15. Mai (17.30) in Altach. „Unter Paul Gludovatz steht fest, dass wir auch in der Endphase der Meisterschaft nicht nachlassen. Änderungen wird es geben. Aber die richten sich danach, wer sich gut präsentiert hat und sich noch präsentieren soll“, erörtert der SVR-Chefcoach. www.svried.at


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