Topchancen ausgelassen: SV Ried kassiert völlig unnötige Heimpleite
Mit einer deutlich zu hoch ausgefallenen Heimniederlage gegen den SK Puntigamer Sturm Graz verabschiedete sich die SV Guntamatic Ried in die Winterpause.

„In der ersten Hälfte hatten wir Vorteile und auch die klar besseren Chancen. Dass wir am Ende mit 0:3 fast untergingen, ist unverdient“, ärgert sich Gernot Trauner, der wie Marvin Egho in die Startformation zurückkehrte.
Drei Einschussmöglichkeiten
Vor 3200 Fans legten die Innviertler einen Blitzstart hin und kamen bereits in den ersten zwölf Minuten zu Topmöglichkeiten durch Thomas Reifeltshammer, Dieter Elsneg und Marcel Ziegl. Mit dem 0:0-Pausenstand waren die Gäste jedenfalls gut bedient. „Wir spielten eine sehr gute erste Hälfte. Bei diesem Endstand klingt es zwar seltsam, aber mit dem Ball und in der Offensive war unser Spiel heute mit das Beste in dieser Saison“, bilanziert Trainer Christian Benbennek.
Topchance zum Anschluss
Wie oft bei derart unnötigen Pleiten leiteten zwei unglückliche Tore die zwölfte Rieder Saisonniederlage ein. Beide Male war Deni Alar zur Stelle, der mit seinem vierten Doppelpack in der aktuellen Spielzeit sein Trefferkonto auf 13 aufstockte. Nachdem der eingewechselte Thomas Fröschl den Ball aus zwei Metern nicht im Gehäuse zum Anschlusstreffer unterbrachte, setzte Uros Matic, der seinen letzten Auftritt für Sturm und zum FC Kopenhagen wechselt, aus einem Freistoß den Schlusspunkt (90.). „Trotz des klaren Resultats war es wie immer ein schwieriges Spiel in Ried“, so Sturm-Coach Franco Foda.
„Wurden nicht ausgespielt“
Anstatt den sechsten Saisonsieg vor heimischem Publikum zu feiern, kassierte die SVR die vierte Pleite. „Der größte Unterschied zwischen den beiden Mannschaften war heute die Kaltschnäuzigkeit in der Chancenverwertung. Wir kassierten kein Tor, bei dem wie ausgespielt wurden, waren aber an jedem mitbeteiligt. Uns fehlt die Konsequenz. Das zieht sich durch die ganze Saison und hat mit der Konzentration zu tun“, stellt Benbennek fest.
„Am Ende wird es passen“
Vor den 16 Runden im neuen Jahr 2017 hat die SV Ried als Tabellen-Drittletzter nach sechs Siegen, zwei Unentschieden und zwölf Niederlagen 20 Zähler auf dem Konto, damit sechs Vorsprung auf Schlusslicht SV Mattersburg und zwei auf Liga-Neuling SKN St. Pölten. „Natürlich hätten wir nach zwanzig Runden gern deutlich mehr Punkte. Wenn wir in jedem Meisterschaftsviertel zehn machen, haben wir am Ende vierzig, das reicht zum Klassenerhalt. Richtig gut ist es derzeit nicht, aber am Ende wird es passen“, ist Benbennek überzeugt.
Auftakt im Lavanttal
In die Frühjahrsvorbereitung startet die SV Guntamatic Ried mit dem Trainingsauftakt am 7. Jänner (10 Uhr) im „alten“ Rieder Stadion. Erster Pflichtspielgegner im neuen Jahr ist am zweiten Februarwochenende auswärts Tabellennachbar Wolfsberger AC. www.svried.at


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden