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Der oft zitierte „Trainereffekt“ blieb aus. Zum Einstand von Lassaad Chabbi als Chefcoach kassierte die SV Guntamatic Ried eine herbe 0:3-Heimniederlage gegen Austria Wien.

Mit einer Heimniederlage begann Lassaad Chabbi seine Trainerkarriere in Ried.
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Vor 4000 Zuschauern in der Keine Sorgen Arena agierten die Heimischen mit Orhan Ademi als Solospitze vor allem in den ersten zwanzig Minuten druckvoll und hätten sogar 2:0 führen können. Aber die schwächste Offensive der Liga brachte zum bereits 13. Mal in der laufenden Meisterschaft keinen Treffer zustande. Anders die Austria. Raphael Holzhauser versenkte einen Freistoß zur Führung der „Veilchen“, die Olarenwaju Kayode kurz vor der Pause zur Vorentscheidung ausbaute. Mit dem 3:0 durch Henrique Venuto (58.) war die Sache erledigt.

Körperlich nicht voll da

„Phasenweise hat die Mannschaft gut gespielt, aber wir hätten unsere Chancen nützen müssen“, konnte sich Chabbi auch einen versteckten Seitenhieb auf seinen Vorgängen Christian Benbennek nicht verkneifen. „Einige junge Spieler hatten nach einer halben Stunde keine Luft mehr. Es tut mir weh, wenn Fußballer nicht über die volle Distanz auf höchstem Niveau spielen können.“ Abwehrchef Thomas Reifeltshammer: „Mit mehr Selbstvertrauen hätten wir die Treffer gemacht.“

Mentalität und Kampfgeist

Ob sich mit Lassaad Chabbi auf der Trainerbank Gravierendes änderte oder ändern wird, versucht Torhüter und Kapitän Thomas Gebauer zu erklären. „Wir hatten nur zwei Trainingseinheiten unter ihm, aber es war schon eine klare Handschrift erkennbar. Chabbi appellierte vor allem an Mentalität und Kampfgeist.“ Und zur Leistung bei der sechsten Niederlage in Serie, der zwölften an den jüngsten 14 Spieltagen? „Die Leidenschaft war da, wir gaben bis zum Schluss alles (was für Fußballprofis ohnehin selbstverständlich sein müsste, Anm.). Unser Problem ist, dass wir dem Gegner das Toreschießen zu einfach machen. Diesmal wurden wir im eigenen Stadion teilweise ausgekontert.“

„Sechs-Punkte-Spiel“

Um den zweiten Bundesligaabstieg der Vereinsgeschichte nach 2003 zu verhindern, muss sich die SV Ried in den nächsten Runden gewaltig steigern. Bei der klar schlechteren Tordifferenz fehlen auf den Vorletzten Mattersburg bereits drei Punkte, auf den Tabellenachten St. Pölten vier. „Druck ist das Schönste am Fußball, denn ohne Druck gibt es kein Adrenalin“, spricht Chabbi vor dem Duell mit dem Aufsteiger auf niederösterreichischem Boden (Sa., 11. 3., 16 Uhr) von einem „Sechs-Punkte-Spiel.

http://www.svried.at/


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