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RIED. Wolfgang Fiala fungiert seit Sommer als Leiter der Wenzel Schmidt Fußballakademie. Gemeinsam mit seinem Team will er dafür sorgen, dass in Zukunft wieder mehr Talente den Sprung in den Profibereich schaffen.

Wolfgang Fiala, Leiter der Wenzel Schmidt Fußballakademie (Foto: AKA)
Wolfgang Fiala, Leiter der Wenzel Schmidt Fußballakademie (Foto: AKA)

Jahrelang galt die Nachwuchsarbeit der SV Ried als vorbildlich. Immer wieder schafften Fußballer der Akademie den Sprung zu gestandenen Bundesligaspielern. Dazu gehören unter anderem Anel Hadzic, der sogar für sein Heimatland Bosnien Herzegowina bei der Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien zum Einsatz kam, Marcel Ziegl oder auch Kevin Stöger, aktuell beim FSV Main 05 in Deutschland aktiv.

Patrick Möschl

Der Letzte, der den Sprung von der Akademie zum gestandenen Bundesligaspieler schaffte, ist der derzeit vereinslose Patrick Möschl. Sein Bundesligadebüt liegt allerdings schon mehr als acht Jahre zurück. Seitdem gelang einigen Talenten zwar der Sprung in den Profikader der Innviertler, durchsetzen konnte sich aber keiner von ihnen. Damit sich dies in Zukunft ändert, wurde im Sommer mit dem 32-jährigen Wiener Wolfgang Fiala ein neuer Akademie-Leiter präsentiert, der mit seinem Trainerteam dafür sorgen soll, dass in Zukunft wieder Spieler den Sprung zu den Profis schaffen und auch dort regelmäßig zum Einsatz kommen. „Die vergangenen drei Jahre hatte unsere Kampfmannschaft immer den Druck, aufsteigen zu müssen. Da ist es für Trainer nicht immer einfach, auf junge, hoffnungsvolle Spieler zu setzen“, meint Fiala, der seit dem Beginn seiner Amtszeit bereits für einige Änderungen gesorgt hat.

Kreativität fördern

„Wir haben es geschafft, gute, junge Trainer nach Ried zu holen, die meiner Meinung nach genau die Richtigen für uns sind“, berichtet der Wiener, der klare Vorstellungen hat, wie die Nachwuchsspieler an den Profifußball herangeführt werden sollen. „Wir wollen keine klassischen AKA-Spieler mehr ausbilden, die nur nach Vorgaben spielen. Bei uns steht der Spieler und seine Entwicklung im Vordergrund“, meint Fiala. Laut dem Wiener, der seinen Lebensmittelpunkt nach Linz verlegt hat, sollen Spieler auf dem Platz wieder mehr Entscheidungsfreiheit haben.

Variantenreich

„Die Trainer geben die Vorgaben vor. Für die Umsetzung sind die Jungs selber verantwortlich. Für mich ist es wichtig, dass sie auf dem Feld auch selber Entscheidungen treffen und nicht darauf warten, dass ihnen der Trainer jeden Schritt vorgibt.“ Weiters will Fiala dafür sorgen, dass das Spiel der Innviertler Nachwuchskicker wieder variabler wird. „Wir müssen wissen, wenn es notwendig ist, den Ball in den eigenen Reihen zu behalten, aber auch wenn es wichtig ist, schnell in die Spitze zu spielen, um hinter die gegnerische Abwehrreihe zu kommen“, berichtet Fiala, der im engen Austausch mit Christian Heinle, dem Trainer der Jungen Wikinger, steht. „Unsere zweite Mannschaft, die in der Regionalliga Mitte spielt, ist der erste Schritt in den Profibereich. Wir haben im aktuellen Kader einige hoffnungsvolle Talente, die hoffentlich bald Bundesligaluft schnuppern dürfen.“


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