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RIED. RIED. Nach knapp zehn Jahren Pause steht heute um 17 Uhr wieder ein Bundesliga-Derby zwischen dem LASK und der SV Guntamatic Ried auf dem Programm. Die Statistik spricht für die Inn­viertler.

Beim letzten Aufeinandertreffen zwischen dem LASK und Ried gingen die Innviertler als Sieger vom Platz. (Foto: Scharinger)

Das letzte Aufeinandertreffen der zwei besten Klubs des Bundeslandes konnten die Innviertler vor drei Jahren – etwas überraschend – für sich entscheiden. Dabei gastierten die Linzer im Zuge des Achtelfinales des ÖFB-Cups im Innviertel und mussten eine bittere 1:4-Niederlage gegen den damaligen Zweitligisten einstecken. Matchwinner auf Seite der Innviertler war Stürmer Seifedin Chabbi mit drei Toren. „Wenn ich an dieses Spiel denke, bekomme ich noch immer eine Gänsehaut. Es war ein genialer Abend. Wir gingen als Außenseiter in das Spiel und haben am Ende den LASK aus dem Stadion geschossen“, berichtet Chabbi, der aktuell für den TSV Hartberg auf Torejagd geht.

Kerhe fällt aus

Groß war die Vorfreude auf das Duell mit seinem Ex-Klub auch bei Rieds Verteidiger Manuel Kerhe. Doch aufgrund einer Verletzung ist der 33-Jährige gegen den LASK zum Zuschauen verdonnert. „Ich hätte natürlich gerne gegen meinen ehemaligen Klub gespielt. Derbys sind immer besondere Spiele“, so Kerhe, der ebenfalls zur siegreichen SVR-Mannschaft gehörte, welche die Linzer am 24. Oktober 2017 mit 4:1 aus dem Cup warf. „Es war ein sensationeller Abend. Wir gingen als krasser Außenseiter in die Begegnung, doch am Ende feierten wir gemeinsam mit unseren Fans. Damit hatten wohl die wenigsten gerechnet“, meint Kerhe, der vor allem sportlich gerne an seine Zeit bei den Linzern zurückdenkt: „Ich habe viel von Trainer Oliver Glasner gelernt. Wir haben extrem gegen den Ball gearbeitet und immer den schnellsten Zug zum Tor gesucht. Das hat mich sehr geprägt.“

Auch wenn die Rieder am Sonntag als Außenseiter zu betrachten sind, glaubt SVR-Trainer Gerald Baumgartner an einen Erfolg seiner Jungs. „Wir haben in den letzten drei Spielen sieben Punkte geholt. Unsere Formkurve zeigt nach oben. Für mich ist der LASK Favorit, aber wir sind nicht chancenlos. Meine Jungs sind heiß und freuen sich schon sehr auf das Spiel. Eine extra Portion Motivation brauchen sie nicht“, meint Gerald Baumgartner. Dass die Rieder den LASK ärgern können, daran glaubt auch Derby-Held Chabbi. „Ich sehe den LASK stärker und gefestigter als die Rieder, aber wer Rapid besiegt und gegen den Wolfsberger AC in Unterzahl einen Punkt holt, der muss sich vor dem LASK nicht verstecken“, sagt Chabbi.

Keine Fans – Vorteil LASK

Dass beim kommenden Derby keine Zuschauer zugelassen sind, sieht Chabbi als Vorteil für die Linzer, die aktuell auf dem zweiten Platz der Bundesligatabelle zu finden sind. „Die Ried-Fans werden mir immer besonders in Erinnerung bleiben. Sie leben für den Verein. Beim Cup-Sieg vor drei Jahren haben sie uns zum Erfolg gepeitscht. Es war unglaublich, was für eine Stimmung sie gemacht haben. Davor kann man nur den Hut ziehen.“

Derby-Statistik

Die Derby-Statistik spricht für die Innviertler. Bisher trafen die Rieder und Linzer insgesamt 58 Mal in Pflichtspielen aufeinander. Davon konnte die Baumgartner-Elf 22 Spiele für sich entscheiden. Dem gegenüber stehen 19 LASK-Siege sowie 17 Unentschieden. Weiters haben die Innviertler keines der letzten acht Duelle gegen den LASK verloren. Das letzte Bundesliga-Derby fand am 30. April 2011 statt und endete mit einem 1:1 Unentschieden. Den Treffer für die Linzer, die von Walter Schachner trainiert wurden, erzielte Thomas Piermayr. Das Tor für die SV Guntamatic Ried erzielte Martin Stocklasa. Trainer der SV Ried war „Sir“ Paul Gludovatz. 


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