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OÖ. ÖFB-Präsident Leo Windtner sowie auch andere Funktionäre der zahlreichen Sportverbände fordern eine Öffnung von Vereinssport für Kinder und Erwachsene. Unterstützt werden Windtner & Co von Josef Penninger, einem weltweit anerkannten Genetiker und Wissenschaftler. 

Viele Nachwuchskicker dürfen derzeit ihr Hobby nicht ausüben. (Foto: Pixabay)
  1 / 3   Viele Nachwuchskicker dürfen derzeit ihr Hobby nicht ausüben. (Foto: Pixabay)

Rund ein Viertel der Bevölkerung leidet, laut der jüngsten Studie der Donau-Universität Krems, unter depressiven Verstimmungen aufgrund von Corona. Insbesondere Kinder und Jugendliche leiden zunehmend unter psychischen Problemen. Aufgrund der Einschränkungen brauchen diese dringend mehr Bewegung und Freizeitstruktur. Dies haben zuletzt immer wieder auch zahlreiche Experten aus dem Bereich der Kinderpsychologie sowie dem Gesundheitsbereich betont. „Nicht nur den Experten folgend, auch als Vater weiß ich, dass Kinder und Jugendliche massiv unter dem Sport-Lockdown leiden. Deshalb muss gerade für diese Gruppe prioritär der Vereinssport wieder geöffnet werden und andere Gruppen schrittweise folgen. Dem vermehrten Bewegungsmangel und den besorgniserregenden psychischen Folgeerscheinungen für Kindern muss dringend mit einem Sport-Comeback die richtige Arznei verabreicht werden. Ich halte Eingangstests für Vereine für vorstellbar“, betont Sportunion-Präsident Peter McDonald. 

ÖFB-Präsident Windtner 

ÖFB-Präsident Leo Windtner richtet einen Appell an die Regierung das Fußballspielen auch für Amateure wieder zu erlauben. Im Moment dürfen nur Profifußballer sowie Nachwuchskicker in den Bundesnachwuchszentren (BNZ) trainieren und Meisterschaftsspiele austragen. „Vielen Nachwuchs- und Amateurkickern wird ihr Hobby genommen. Ich hoffe sehr, dass wir so bald wie möglich - natürlich unter Einhaltung der Auflagen - wenigstens mit dem Mannschaftstraining beginnen dürfen“, so Windtner in einem TV-Interview. Froh ist der Oberösterreicher über die Tatsache, dass nun die Leistungszentren (LAZ) mit den Trainings beginnen dürfen. „Das ist ein Schritt in die richtige Richtung.“ 

Bestehende Konzepte

Dem ÖFB ist klar, dass ein Trainings- und Meisterschaftsbeginn nur dann möglich ist, wenn die Vereine Präventionskonzepte entwickeln. „Das ist für die wenigsten Vereine ein Problem, denn vergangenen Herbst haben fast alle Fußballclubs in Oberösterreich - gemeinsam mit dem OÖFV und den Bezirkshauptmannschaften - Konzepte entwickelt. Diese habe sich bewährt“, meint Windtner. Eine weitere Möglichkeit wäre, die Spieler mehrmals wöchentlich zu testen. Die Vereine hätten laut Windtner Bereitschaft signalisiert, die Tests durchzuführen. Bei diesem Vorschlag muss aber zunächst geklärt werden, wer für die Kosten aufkommt. „Ich bin mir sicher, dass wir hier eine Lösung finden würden“, meint der ÖFB-Präsident.

Ehrenamt

Sollte der Sport-Lockdown noch länger anhalten, dann befürchtet Windtner, dass sich viele Aktive eine andere Beschäftigung suchen könnten. Vereinsaustritte seinen bei vielen Vereinen schon an der Tagesordnung. „Besonders Angst habe ich um die vielen ehrenamtlichen Funktionäre. Für die Vereine wäre es eine Katastrophe, wenn diese in Zukunft keine Funktion mehr ausüben würden. Das wäre ein Kollateralschaden für den Amateursport.“

Wissenschaftler fordert Öffnung der Sportstätten

Josef Penninger, einer der weltweit anerkanntesten Wissenschaftler und Genetiker, hofft ebenfalls auf ein baldiges Ende der fußballfreien Zeit. „Ich habe selber bei meinem Heimatverein, der Union Gurten, gespielt und bin heute noch Mitglied der österreichischen Ärzte-Nationalmannschaft. Ich weiß wie wichtig Sport für das Wohlbefinden der Menschen ist.“ Besonders Mannschaftssportarten seinen laut Penninger in der aktuellen Situation, in der immer mehr Kinder und Erwachsene mit psychischen Problemen zu kämpfen haben, wichtig. „Wir leben aktuell in einer Zeit der Isolation. Sport kann viel dazu beitragen, dass es der Bevölkerung psychisch besser geht.“


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