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Nach dem sicheren Klassenerhalt will die SV Ried ihre Europacup-Chance nutzen

Walter Horn, 02.05.2026 23:32

RIED. Die SV Oberbank Ried hat ihr wichtigstes Saisonziel erreicht. Nach dem 2:0-Heimsieg gegen Blau-Weiß Linz ist ihr der Klassenerhalt auch rechnerisch nicht mehr zu nehmen. In der Regionalliga Mitte gewann die Union Gurten das Bezirksderby gegen die Jungen WIkinger klar.

SVR-Torjäger Kingstone Mutandwa stellte mit seinem verwandelten Elfmeter den Endstand von 2:0 her. (Foto: Horn)

Die mehr als 6.300 Zuschauer sahen ein sehr unterhaltsames Spiel, in dem beide Mannschaften mit offenem Visier auf Offensive setzten und dabei gelegentlich die Defensive etwas vernachlässigten. Die zuletzt formstarken Blau-Weißen hatten vor allem durch Weissman und Ronivaldo mehr hochkarätige Chancen als die ebenfalls mehrfach gefährlichen Gastgeber, konnten sie aber nicht verwerten und scheiterten regelmäßig am hervorragenden Rieder Schlussmann Andreas Leitner. 

Effektiver waren die Rieder. Fünf Minuten, nachdem der SVR ein aus Rieder Sicht glasklarer Elfmeter trotz VAR-Prüfung verweigert wurde (Varesi-Strauss traf Bajic von hinten am Fuß), fiel das 1:0 durch Ante Bajic (29.) nach schönem Zuspiel von Kingston Mutandwa. 

Nach der Pause wurde das Match etwas ruhiger. Blau-Weiß wirkte nicht mehr so zielstrebig, die Rieder spielten es „sehr staubig zu Ende“, wie Trainer Maximilian Senft sagte. 

In der 80. Minute wurde Havenaar nach einem Eckball vom gerade eingewechselten Fofana zu Boden gerangelt. Den fälligen Elfer verwandelte Mutandwa sicher (81.) zum 2:0. 

„Wir wollen unbedingt den ersten Platz“

Beim SVR-Trainer löste der Klassenerhalt „Freude und Erleichterung“ aus: „Es ist nicht selbstverständlich, den Klassenerhalt drei Runden vor Ende auf diese Weise hinzubekommen.“ Jetzt wolle man in der Qualifikationsgruppe „unbedingt den ersten Platz“. 

„All in“ beim Feiern

Die Rieder Spieler bekamen nach dem Spiel zwei Tage frei und erhielten vom Trainer die Erlaubnis, beim Feiern „all in“ zu gehen: „Feuer frei für die Jungs - ich glaube, es gibt keinen Grund, sich heute zurückzuhalten. Das halten sie auf jeden Fall aus. Es ist auch wichtig, Erfolge zu feiern. Wir haben eh oft eine recht enge Leine.“ 

Befürchtungen, dass es mit dem Klassenerhalt eng werden könnte, habe er nicht gehabt, sagte Senft: „Wir haben uns gleich im ersten Spiel im unteren Playoff mit dem Sieg gegen WSG Tirol ein kleiner Polster verschafft. Sorgen hatte ich keine, aber wir hatten ein Bewusstsein dafür, wie schnell es eng werden kann.“ 

Nächstes Spiel

Am kommenden Samstag, 9. Mai, um 17 Uhr, hat die SV Ried ihr letzte Heimspiel der Saison. Zu Gast ist der Tabellenletzte Wolfsberger AC (das Spiel in Altach findet erst nach dem Druck dieser Ausgabe statt).

Im letzten Spiel der regulären Saison müssen die Rieder am Samstag, 16. Mai, beim SCR Altach, dem wohl schärfsten Konkurrenten um Platz eins in der Qualifikationsgruppe, antreten. 

Europacup-Playoff

Gegen wen die SV Ried im Europacup-Playoff antreten würde, entscheidet sich erst nach Abschluss der Meisterschaft. Durch den Cupsieg des Lask spielen der Erste und Zweite der Qualifikationsgruppe im Playoff-Halbfinale gegeneinander und treffen je nach der Schlussplatzierung des Lask im Finale auf den Vierten oder Fünften der oberen Gruppe. Nach dem aktuellen Tabellenstand könnte das jede Mannschaft aus der oberen Gruppe werden. 

Derby in der Regionalliga

Im kleinen Bezirksderby feierte Union Gurten vor 503 Zuschauern am Freitag, 1. Mai, einen klaren 3:0-Heimsieg gegen die Jungen Wikinger. Felix Sickinger sorgte schon in der 13. Minute für den 1:0-Halbzeitstand. Kurz nach Wiederanpfiff stellte Jakob Kreuzer mit einem Doppelschlag innerhalb von einer Minute (52., Elfmeter, 53., Kopfball) den Endstand her.

Mit 52 Punkten bleibt die Union Gurten erster Verfolger von Spitzenreiter Voitsberg. Für die Madritsch-Elf geht es am Freitag, 8. Mai, um 19 Uhr mit dem Auswärtsspiel beim Tabellenneunten ATSV Velden weiter. Die Jungen Wikinger Ried bleiben mit 19 Punkten auf dem vorletzten Platz und empfangen am Sonntag, 10. Mai, um 17 Uhr die achtplatzierte SPG Wallern/St. Marienkirchen.


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