David Schießl führt die Innviertler Wahlkreisliste der FPÖ an
REICHERSBERG. Der Burgkirchener Landtagsabgeordnete und Braunauer Bezirksparteiobmann David Schießl ist zum dritten Mal der Spitzenkandidat der FPÖ für den Wahlkreis Innviertel.

Auf Platz zwei der Liste folgt der Schärdinger Bezirksparteiobmann Nationalrat Hermann Brückl aus Andorf, dann kommt der Rieder Vizebürgermeister Bundesrat Thomas Dim.
Diese und jeweils fünf weitere Kandidaten wurden von den Bezirken ausgewählt und vom Landesparteipräsidium gereiht, erklärte der Rieder Bezirksparteiobmann Elmar Podgorschek bei der Vorstellung der Wahlliste im neu eröffneten Stiftsbräustüberl in Reichersberg. Bei der Auswahl wurden amtierende Mandatare „eher bevorzugt“ und niemand nominiert, der im Wahljahr das 65. Lebensjahr erreicht.
Geringe Frauenquote
Aber: Nur drei dieser 18 sind Frauen. Podgorschek erklärt das so: „Es ist sehr schwer, Frauen zu finden. Politik ist ein sehr hartes Geschäft. Ich hatte zwei Stellvertreterinnen, die beide aus persönlichen Gründen ausgeschieden sind. Aber wir haben im Bezirk Ried zwei Bürgermeister-Kandidatinnen.“
Thomas Dim meint: „Das Interesse seitens der Partei ist da, auch weil Frauen oft eine andere Herangehensweise haben. Aber wenn man für die Freiheitlichen kandidiert, muss man „g“standn“ sein und einiges aushalten. Ich wollte im Rieder Stadtrat neben mir als Nummer zwei eine Frau, das haben alle akzeptiert.“
Ziel: zweitbestes Ergebnis
Bei der Wahl 2015 hatte die FPÖ 18 Landtagsmandate erhalten, drei wurden mit Innviertlern besetzt. Nur David Schießl kandidiert auch heuer wieder, der ehemalige Mehrnbacher Bürgermeister Peter Bahn und Walter Ratt aus Mauerkirchen sind nicht mehr auf der Liste.
Dim rechnet nicht damit, dass die FPÖ ihr überragendes Landesergebnis von 2015 (30,36 Prozent) wiederholen kann: „Diese Wahl war vom Flüchtlingsthema geprägt, das war eine Ausnahme. Aber unser Ziel sollte schon sein, das zweitbeste Ergebnis aller Zeiten – über 20 Prozent – zu erreichen. In den Gemeinden hängen die Ergebnisse sehr stark von den Personen ab.“
Mehr Bürgermeister-Kandidaten als 2015
In diesem Bereich ist die Rieder FPÖ zuversichtlich. Bezirksparteiobmann Podgorschek: „Die Auswahl der Kandidaten ist noch nicht abgeschlossen. Beim letzten Mal traten wir in 34 von 36 Gemeinden an, das wollen wir wiederholen.“ Mörschwang (weniger als 300 Wähler, nur ÖVP und Grün im Gemeinderat) habe er mehr oder weniger abgeschrieben, gab er zu: „Jedesmal, wenn wir dort einen Kandidaten hatten, wurde er am Stammtisch vernichtet. In so kleinen Gemeinden kann das vorkommen.“
Optimistischer ist er für Kirchdorf am Inn: „Da haben wir vielleicht Kandidaten. In den restlichen Gemeinden läuft es teilweise sehr gut, teilweise ist noch etwas Überzeugungsarbeit nötig. Wir werden aber mehr Bürgermeister-Kandidaten haben als 2015.“
Mit einem „heißen Kampf“ rechnet Podgorschek vor allem in Gemeinden, in denen ein Amtsträger aufhört, ohne vorher einen Nachfolger bestimmt zu haben. Er hofft auf Waldzell und Aurolzmünster, aber auch in der Bezirksstadt Ried würden die Karten neu gemischt. Interessant werde auch Eitzing, wo drei Frauen antreten.
Thomas Dim wird es in Ried mit vier weiteren Bürgermeister-Kandidaten zu tun bekommen; er ist der einzige, der auch schon 2015 kandidierte.


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