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RIED. Mit einem stark verjüngten Team und dem Slogan „fair¬ändern“ geht die Rieder SPÖ in den Wahlkampf. Bürgermeisterkandidat Peter Stummer hofft bei der Gemeinderatswahl auf einen deutlichen Zugewinn, mit dem die SPÖ die FPÖ überholt und wieder zweitstärkste Partei wird.

Die ersten vier der Rieder SPÖ-Liste (v. l.): Sebastian Forstner (Nr. 2), Dijana Grabovac (3), Bürgermeisterkandidat Peter Stummer, Luzia Gruber (4) (Foto: Tips / Horn)

Bei der Direktwahl des Bürgermeisters geht Stummer von einem Dreikampf aus: „Mein Ziel ist natürlich die Stichwahl.“

Sollte er diese gewinnen, würde er eine Politik mit mehr Transparenz und mehr Konzepten machen. Nach fast 30 Jahren mit einem ÖVP-Bürgermeister sei es Zeit für einen Wechsel.

In Ried sei es viel zu lange um reine Macht- und Klientelpolitik gegangen und weniger um die Realisierung der besten Ideen. „Wenn ich Bürgermeister werde“, sagt Stummer, „würde ich die besten Ideen aller Parteien sammeln und auch Ideen anderer Parteien umsetzen, wenn sie gut und finanzierbar sind.“

Mieten, Verkehr, Ausgaben

Ein wichtiges Thema für die SPÖ sind die hohen Kosten fürs Wohnen. Bei den gemeinnützigen Wohnungen könne die Stadt etwas tun und die Mieten um zwei Euro pro Quadratmeter senken: ein Euro durch niedrigere Mietpreise, ein Euro durch eine Senkung der Betriebskosten, vor allem der Gebühren für Müll  und Wasser.

Der Verkehr sei ein emotionales Thema, sagt Stummer. „Was Ried braucht, ist ein Verkehrskonzept, nicht mehr Radargeräte. Wenn wir wissen, wo die Quelle und das Ziel des Verkehrs sind, können wir den Verkehr leiten. Wir müssen die Durchfahrer auf die Umfahrung bekommen.“ Von einer beruhigten Innenstadt würde die Mehrheit der Kaufleute profitieren.

Wäre er Bürgermeister, würde er die Radargeräte an den Haupteinfahrtsstraßen abschalten.

Sparpotenzial ortet Stummer bei der Vergabe öffentlicher Aufträge. Wie bei Privatunternehmen könnte ein Einkäufer für die Stadt die Angebote bei allen Projekten prüfen: „Da könnten wir durchaus 15 bis 30 Prozent einsparen.“

Liste

Die SPÖ-Liste für den Gemeinderat umfasst 65 Namen. Von den ersten 20 Kandidaten sind elf Neulinge. Stummers Ziel sind zehn Mandate, derzeit hat die SPÖ sieben.

Den zweiten Platz hinter Peter Stummer nimmt Sebastian Forstner ein. Er ist seit 2020 im Gemeinderat und steht auch auf Platz eins des Bezirks für die Landtagswahl. Erstmals kandidieren Dijana Grabovac, Angestellte bei der Arbeiterkammer, und die Fachsozialbetreuerin Luzia Gruber, die auf den Plätzen drei und vier gereiht sind.

Auf Platz fünf kandidiert Patrick Holzinger, gefolgt von Franz Josef Mairinger, Christian Hilpold und Jeremie Dikebo auf Platz acht, der mit 18 Jahren der jüngste der Kandidaten ist. Auf Platz neun ist Ali Güvenc gereiht, auf zehn die Studentin Aysenur Karahan, mit 19 Jahren die Zweitjüngste auf der Liste.


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