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BEZIRK RIED. Seit 1993 findet jährlich der Weltwassertag am 22. März statt. Heuer steht er unter dem Motto: „Grundwasser – Machen wir das Unsichtbare sichtbar“. Österreich ist ein Land des Wassers. Dank des sorgsamen Umganges der Bäuerinnen und Bauern bei der Bewirtschaftung ihrer Wiesen und Felder ist die Qualität unseres Wassers hervorragend.

Josef Diermayer (Foto: Bauernbund)
Josef Diermayer (Foto: Bauernbund)

Die Bäuerinnen und Bauern denken seit jeher in Generationen. Sie bewirtschaften ihr Land verantwortungsvoll. Die flächengebundene Landwirtschaft ist in Österreich gesetzlich verankert. Das heißt, der aktuell auf dem Feld wachsenden Kultur dürfen nur so viele Nährstoffe zugeführt werden, als sie zum Wachsen benötigt. „Die sorgfältige Bewirtschaftung durch die bäuerlichen Familienbetriebe garantiert unter anderem die Spitzen-Qualität unseres Grundwassers. Eine angepasste Düngung kombiniert mit der richtigen Fruchtfolge sorgt einerseits für gute Ernten, andererseits entspricht diese Wirtschaftsweise dem Umwelt- und Nachhaltigkeitsgedanken.“, so Bauernbund Bezirksobmann Josef Diermayer

Nitratrichtlinie schützt Wasser

Die einzelnen EU-Mitgliedsstaaten sind für die Umsetzung der Nitratrichtlinie zuständig. Die Mitgliedsstaaten sind verpflichtet eigene Nitrat-Aktionsprogramme zu schaffen, und so das Wasser vor einem vermehrten Nitrateintrag zu schützen. Regelmäßige Untersuchungen mit hohen Kontrollstandards gewährleisten die Qualität des Wassers. Für Nitrat in Trinkwasser gilt ein Parameterwert von 50 mg/l. Das Vorkommen von Nitrat im Trinkwasser ist für den Menschen relativ unbedenklich. Nitrat ist eine Stickstoffverbindung und wichtig für das Wachstum, und folglich den Ertrag landwirtschaftlicher Kulturpflanzen. Durch den Anbau von Zwischenfrüchten im Herbst wird ein Teil des Stickstoffes dem Boden entzogen und in der organischen Substanz gespeichert. Im Frühjahr kann dieser dann wieder durch den Prozess der Rotte und Mineralisierung den Kulturpflanzen zur Verfügung gestellt werden. Einer Auswaschung des Nitrates kann so maßgeblich vorgebeugt werden.

Im Einklang mit der Natur

„Österreichs Bäuerinnen und Bauern arbeiten im Einklang mit der Natur. Der Schutz der natürlichen Ressourcen, zu denen auch das Wasser gehört, liegt ihnen am Herzen“, erklärt Bezirksobmann Josef Diermayer weiter.

Österreich ist ein Wasserland

Österreich verfügt über ein jährliches nutzbares Wasser von 76,4 km³ (=Milliarden Kubikmeter). Genutzt werden jedes Jahr in etwa 2,2 km³. Das entspricht rund drei Prozent der pro Jahr verfügbaren Menge. Im Durchschnitt verbraucht jeder Österreicher ca. 130 Liter Wasser pro Tag, wobei rund 90 Prozent der Bevölkerung ihr Trinkwasser aus zentralen Versorgungsanlagen beziehen. Der Rest erhält sein Wasser aus Hausbrunnen und Quellen.


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