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RIED. Katharina Rogenhofer ist eine der bekanntesten österreichischen Klimaaktivistinnen. Die studierte Zoologin ist Mitbegründerin der österreichischen Fridays for Future und Sprecherin des Klimavolksbegehrens. Sie präsentierte in Ried ihr Buch „Ändert sich nichts, dann ändert sich alles“ und stellte sich der Diskussion.

Katharina Rogenhofer bei ihrer Lesung im Sparkassen-Stadtsaal (Foto: Planitzer)
Katharina Rogenhofer bei ihrer Lesung im Sparkassen-Stadtsaal (Foto: Planitzer)

Änderungen beim Konsum und beim Lebensstil aber auch politisches Engagement, damit sich der gesetzliche Rahmen ändert, das sieht Katharina Rogenhofer als Ausweg aus der sich zuspitzenden Klimasituation. Ändert sich nichts, dann ändert sich alles, so ihre Warnung. Der wissenschaftliche Befund, so ihre Einleitung, ist eindeutig. Durch die von uns verursachte kontinuierliche Erhöhung des CO2 Gehalts in der Atmosphäre haben Dürren, Überflutungen, Stürme massiv zugenommen, schmelzen die Gletscher und steigt der Meeresspiegel. Bereits eine Erwärmung um 1,5 Grad verursacht erhebliche Veränderungen. Wenn wir nicht dramatisch unser Leben umstellen und es zu Temperatursteigerung von 3 Grad und mehr kommt, dann werden bis zum Jahr 2100 große Gebiete nicht mehr von Menschen bewohnbar sein und die Lebensumstände unserer Nachkommen sich dramatisch verschlechtern.

Reccourcenschonend wirtschaften

„Es ist gut, wenn wir auf unseren Lebensstil achten, ressourcenschonend wirtschaften und nachhaltig leben. Gleichzeitig ist es aber auch wichtig sich politisch zu betätigen und dafür zu sorgen, dass unsere Gesetze unseren Lebensraum schützen und auch unseren Nachkommen ein gutes Leben ermöglichen“, so die Klimaaktivistin. Sie erzählt, dass sie während ihres Studiums in Oxford mit der Bahn angereist ist, was drei Mal so lang gedauert und das mehrfache eines Flugtickets gekostet hat. Hier gehörten die Rahmenbedingungen so gesetzt, dass klimafreundliches Verhalten gefördert und klimaschädliches Handeln deutlich erschwert wird, so Rogenhofer.

Kein wirksames Klimaschutzgesetz in Österreich

Gerade in der Diskussion nach dem Vortrag wurde sichtbar, dass sich Rogenhofer ein deutlich höheres Tempo bei den Maßnahmen wünscht. „In Österreich wurde im vergangenen 47.000 neue Gasthermen eingebaut, angesichts der Gaskrise gehört der Einbau von Öl- oder Gasheizungen in Neubauten sofort gestoppt“. „Seit 460 Tagen haben wir in Österreich kein wirksames Klimaschutzgesetz und damit keine entsprechenden Treibhausgas-Reduktionsziele, das ist fatal.“ „Das Energieeffizienzgesetz stammt aus dem Jahr 2014 – auch hier ist unsere Regierung säumig“ so lauteten klare Ansagen der Klimaaktivistin. „Ich freu‘ mich sehr über diesen interessanten und kenntnisreichen Vortrag, der Wege aufzeigt und Ziele vorgibt. Positive Beispiele und Änderungsvorschläge sind dem Lamentieren und Schimpfen allemal vorzuziehen“, so TRAFOS-Obmann und Gastgeber Max Gramberger.


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