Viele Projekte stehen an
RIEDAU. Markus Hansbauer ist seit Herbst 2021 Bürgermeister der Marktgemeinde Riedau. Im Interview mit Tips spricht Hansbauer über seine bisherige Amtszeit sowie über künftige Projekte.

Tips: Herr Hansbauer, Sie sind seit mehr als einem Jahr Bürgermeister von Riedau. Wie fällt Ihr Fazit aus?
Hansbauer: Ich hätte mir nie gedacht, dass Kommunalpolitik so interessant und vor allem so vielfältig und so umfangreich ist. Es macht Spaß, täglich mit Menschen konfrontiert zu sein und ihnen helfen zu können, was leider auch nicht immer möglich ist. Es gehört aber auch zu meinen Aufgaben, sich die Probleme einzelner Bürger anzuhören und zu erkennen, wo der Schuh drückt. Es freut mich dann schon, wenn ich jemandem helfen konnte, da es manchmal auch nur Kleinigkeiten sind. Sehr viel Spaß bereitet mir auch die Arbeit im Marktgemeindeamt Riedau selbst, wo aktuell ein sehr gutes Betriebs- und Arbeitsklima herrscht. Wichtig war natürlich, dass wir in den letzten Monaten viele personelle Änderungen hatten und jetzt fast zur Gänze alle Dienstposten besetzt sind. Ohne die Unterstützung aller Gemeindebediensteten wäre der Job als Bürgermeister für mich nicht zu bewältigen. Ich bin auch der Überzeugung, je besser die Gemeindestube funktioniert, desto besser steht eine Gemeinde da und ich denke, dass die Marktgemeinde Riedau sehr gut da steht.
Tips: Wie funktioniert die Zusammenarbeit mit den anderen Fraktionen?
Hansbauer: Die Zusammenarbeit zwischen den politischen Fraktionen funktioniert auch sehr gut. Hier geht es auch um sehr viel Geld, und dieses Geld soll bewusst zum Wohle Riedaus ausgegeben werden.
Tips: Welche Projekte wurden seit Ihrem Amtseintritt abgeschlossen?
Hansbauer: Viele kleinere Projekte wurden im letzten Jahr abgeschlossen. Der Friedhof wurde teilweise saniert, Urnenstelen wurden errichtet, einiges gibt es noch zu tun, aber unser Friedhof sieht wieder recht ordentlich aus. Ein Teil der örtlichen Wasserleitung in Pomedt wurde erneuert. Es gab einige Sanierungen im Straßenbau.
Tips: Welche wichtigen Projekte oder Vorhaben stehen in den kommenden Monaten auf dem Programm?
Hansbauer: Für die Zukunft haben wir uns einiges vorgenommen, so wird der Kindergarten am bestehenden Standort saniert und erweitert. Wir haben die Zusage vom Land Oberösterreich, dass wir auf insgesamt sechs Gruppen erweitern dürfen. Die Planungen laufen. Für die Freiwillige Feuerwehr Riedau sind bis zum Jahr 2030 drei Fahrzeuge und ein neues Feuerwehrhaus vorgesehen. Die Planungen laufen ebenfalls. Es wird auch angedacht, Photovoltaikanlagen zu errichten. Eine Anfrage an die EnergieAG OÖ für die Errichtung einer PV-Anlage am Dach der Mittelschule Riedau wurde bereits gestellt, jedoch warten wir noch auf eine Rückmeldung. Ebenso haben wir um eine PV-Anlage im Freibad angesucht. Die Asphaltierungs- und Aufschließungsarbeiten in Pomedt sind in Gange und sollen im Frühjahr 2023 abgeschlossen werden.
Tips: Wie alle Privatpersonen auch, müssen die Gemeinden mit erheblichen Mehrkosten bei der Energieversorgung rechnen. Gibt es seitens der Gemeinde Ideen, wie Energie eingespart werden kann?
Hansbauer: Wie vorher schon erwähnt, denken wir an den Ausbau von Photovoltaikanlagen. Die Umrüstung der Straßenbeleuchtung war in den letzten Jahren immer Thema in Riedau, wurde aber nie umgesetzt, ebenso könnte man die Beleuchtung in den Schulen tauschen, was zu erheblichen Einsparungen führen könnte.
Tips: Wenn Sie einem Fremden die Vorzüge von Riedau in wenigen Sätzen erklären müssten, was würden Sie ihm sagen?
Hansbauer: Eine kleine, aber feine Gemeinde mit funktionierender Infrastruktur und sehr guten direkten Zug- und Bahnverbindungen und auch eine gute Verkehrsanbindung an das Straßennetz. Ein Ort mit gutem Vereinsleben, zahlreichen Arbeitsplätzen, Nahversorgern und Gastronomie. Von der Krabbelstube bis zur Mittelschule und Musikschule haben wir alle Kinderbetreuungseinrichtungen im Ort und einen Bürgermeister, der für alle Bürger da ist.


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