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RIED/SCHÄRDING. Viele arbeitssuchende Menschen sind von Armut betroffen. Die Volkshilfe Ried-Schärding fordert eine Erhöhung der Nettoersatzrate auf 70 Prozent des letzten Einkommens.

Brigitte Schabetsberger (li.) verteilte gemeinsam mit Kollegen des Volkshilfe-Vorstands „Arbeits-Lose“, um auf den Tag der Arbeitslosen aufmerksam zu machen. (Foto: VH Ried-Schärding)

Die Volkshilfe Ried-Schärding machte zum Tag der Arbeitslosen am 30. April auf die prekäre Situation von vielen arbeitssuchenden Menschen aufmerksam. Für Brigitte Schabetsberger als Vorsitzende der Volkshilfe Ried-Schärding „ist es unverständlich, warum die Regierung im Bereich des Arbeitsmarktes so wenig Akzente setzt. Es waren in den Bezirken Ried und Schärding Ende März 2023 immer noch rund 1790 Menschen arbeitslos, viele leben an oder unter der Armutsgefährdungsschwelle. Für sie ist eine Erhöhung der Nettoersatzrate auf 70 Prozent des letzten Einkommens eine Frage des menschenwürdigen Lebens. Denn angesichts der Teuerungsraten können vor allem Geringverdiener nicht von 55 Prozent ihres letzten Gehalts leben.“

Menschen wieder in Beschäftigung bringen

Aber es fehlen auch weitere Maßnahmen, um Menschen wieder in Beschäftigung zu bringen. „Es braucht immer noch mehr Anstrengungen, auch langzeitarbeitslose Menschen wieder in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Die Nachfrage nach Arbeitskräften ist enorm, durch Schulung und Qualifizierung und gute Arbeitsbedingungen ist hier ein menschliches Potenzial zu heben. Und für jene, die, aus welchen Gründen auch immer, nicht in ein Normalarbeitsverhältnis vermittelbar sind, braucht es eine Jobgarantie und damit das Recht auf einen Platz in einem geregelten, menschenwürdigen zweiten Arbeitsmarkt“, so Schabetsberger abschließend.


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