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RIED. Eislaufen, Eisstockschießen, Eishockeyspielen – das kann man seit 26. Februar in Ried nicht mehr machen. Auch für die kommende Saison schaut es düster aus. Die Eishalle wurde aus bautechnischen Gründen geschleift. Angedacht war eine Übergangslösung – die abgebauten technischen Geräte wurden zwischengelagert und könnten in der Halle 12 am Messegelände aufgebaut werden. Noch ist keine endgültige Entscheidung gefallen. 

Die Red Zac Arena wäre eine Alternative zur Eishalle. (Foto: Tips/Pixner)
  1 / 3   Die Red Zac Arena wäre eine Alternative zur Eishalle. (Foto: Tips/Pixner)

Die Enttäuschung ist bei vielen aktiven Wintersportlern groß. Mit einer groß angelegten Unterschriftenaktion – initiiert von den Innviertel Penguins – wollten viele Bürger die Rieder Stadtpolitik von der Notwendigkeit einer Eishalle überzeugen. „Wir wissen, dass ein Neubau einer Eishalle derzeit nicht möglich ist. Aber es müsste doch eine Möglichkeit geben, dass das technische Equipment in einer anderen Halle zur Überbrückung aufgebaut wird. Es ist ja alles da, was man braucht“, sagt Pepi Vorhauer, Organisator etlicher Eisstock-Turniere. Auch bei vielen Eltern ist die Enttäuschung groß. „Es gibt im Winter bei uns so wenig Möglichkeiten, etwas mit den Kindern zu unternehmen. Das Eislaufen in der Rieder Eishalle war für unsere Kinder jedes Mal ein Highlight“, so der Grundtenor von vielen Eltern. Um auf die Misere aufmerksam zu machen, wurden bereits Pläne für eine sogenannte Eishallen-Revolution geschmiedet. „Wenn wir einen Monat lang die Radarkästen blockieren, entgeht der Stadt viel Geld. Wir haben uns schon genau erkundigt, damit die ganze Aktion auch legal ist“, erzählt ein Ideengeber (Name der Redaktion bekannt). Der Gemeinderat hat die Schließung der Eishalle letztes Jahr einstimmig beschlossen. Über eine Übergangslösung wird in der Politik nachgedacht.

Als Übergangslösung Red Zac Arena angedacht

Das technische Equipment von der Eishalle ist derzeit eingelagert. Gemeinsam mit dem Sportausschuss will Stadtrat Sebastian Forstner alle Mittel und Hebel in Bewegung setzen, dass eine Übergangslösung gefunden wird. Die ursprünglich angedachte Halle 12 wird es aus Kostengründen nicht werden. „Wir haben unter anderem eine Alternative mit der Red Zac Arena im Messegelände ins Auge gefasst. Das würde so ausschauen, dass wir die bestehende Eisanlage in mobile Boxen integrieren und dann, spätestens wenn es draußen kalt ist, aufstellen. Die exakten Kosten eruieren wir noch. Die Eisfläche, der Umbau mit den Eisboxen, kostet an die 13.000 Euro plus Infrastruktur wie Umkleide, Ausschank, Stromkosten, Personal und was sonst noch an Extrakosten zu erwarten ist. Das wird keine Millionen kosten, wir rechnen mit einem fünfstelligen Betrag“, sagt Sebastian Forstner. Gemeinsam mit dem Sportausschuss und einem Vertreter vom Eishockeyverein hat er sich vorab in Burghausen die Kunsteishalle angeschaut. Dort hat man vom Kunsteis dringend abgeraten, da die Leute das Kunsteis nicht annehmen. Man bleibt bei der Echteislösung. „Der politische Wille ist da. Ich hoffe, dass wir das gemeinsam schaffen. Bei der Bürgerbefragung und den Stadtteilgesprächen ist ganz klar herausgekommen, dass man für Kinder und Jugendliche etwas braucht. Das weiß auch jeder in der Stadtpolitik“, betont der Sport-Stadtrat.

Keine Minilösung um 100.000 Euro

Bürgermeister Bernhard Zwielehner (ÖVP) weiß, dass sich die Bevölkerung eine Eishalle wünscht, die Kosten für eine Übergangslösung jedoch an die 100.000 Euro ausmachen würden. „Geld, das die Stadt derzeit nicht hat. Wir haben akkordiert, dass wenn wir eine Eishalle machen, dann gemeinsam mit dem Bezirk. Wenn wir ein Projekt mit unseren vorhandenen Geräten zusammenbringen, dann passt das für mich und wir können das als Überbrückungslösung in der angedachten Red Zac Arena machen. Ich befürchte aber, dass unter 100.000 Euro nichts machbar ist. Für die Eisfläche brauchen wir 50.000 Euro. 50 Prozent des Umsatzes haben wir von den Ausleihkosten generiert. Es braucht also noch ein Kassahaus, eine Umkleide, Ausschank mit Getränken etc.“, sagt der Stadtchef. Er versteht, dass die Jugend eine Eishalle braucht. Aber nur um eine Minilösung hinzubringen, dafür sind ihm 100.000 Euro zu viel. Bernhard Zwielehner plädiert dafür, das Geld jetzt dafür anzusparen, um es später dann sinnvoll in den Ausbau einer Messehalle mit reinzunehmen


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