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RIED. Die FACC AG hat von der allgemein positiven Entwicklung der Luftfahrtindustrie im Jahr 2023 überdurchschnittlich profitiert. Im Geschäftsjahr 2023 konnte das Unternehmen seinen Umsatz um 21,3 Prozent auf 736 Millionen Euro steigern und das operative Ergebnis im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022 mit 17,5 Millionen Euro mehr als verdreifachen - was den Erwartungen des Managements entspricht. Zudem wuchs die Belegschaft um 536 neue Mitarbeiter.

Das FACC-Werk 4 in Reichersberg (Foto: FACC)
Das FACC-Werk 4 in Reichersberg (Foto: FACC)

Für das Geschäftsjahr 2024 erwartet das Management ein weiteres Umsatzwachstum um zehn bis 15 Prozent.

FACC profitiert von Aufschwung bei Airbus und Boeing

Airbus und Boeing, die zwei größten Kunden von FACC, konnten im abgelaufenen Jahr 3.670 Flugzeugbestellungen verbuchen, mehr als doppelt so viele wie im Jahr davor. Auch bei den Auslieferungen ist ein Anstieg von mehr als zehn Prozent zu verzeichnen, in Summe wurden von Airbus und Boeing 1.263 Flugzeuge gebaut. Aufgrund langfristiger Kundenverträge auf allen großen Plattformen profitierte FACC von dieser Entwicklung.

Insbesondere nach Kurz- und Mittelstreckenflugzeugen besteht am Markt ein hoher Bedarf. Auch die weiterhin hohe Nachfrage nach Business Jets, mit Ratensteigerungen von bis zu 40 Prozent, hat im vergangenen Jahr für einen wichtigen Wachstumsimpuls gesorgt. Mit einem Marktanteil von über 50 Prozent bei Kabinenlösungen für mittelgroße Business Jets ist die FACC in diesem Segment Marktführer. Das Langzeit-Orderbuch der FACC steht damit bei einem Volumen von rund 5,8 Milliarden US-Dollar. Die bereits im Jahr 2023 hohe Werksauslastung bleibt somit auch im Jahr 2024 bestehen.

Zuwachs bei Drohnen

Umsatzsteigerungen erwartet FACC auch im Bereich Advanced Air Mobility (AAM), also bei Lufttaxis und Drohnen. Mit fünf Kunden im Personen- und Logistikdrohnenbereich wurden Entwicklungsaufträge im Gesamtwert von rund 90 Millionen US-Dollar akquiriert. 

Im Bereich der Flugzeug- und Triebwerkswartung wurde ein Mehrjahresvertrag zur Überholung von Pratt & Whitney-Triebwerken abgeschlossen.

Werk in Kroatien wird ausgebaut

Weil der Bedarf an FACC-Flugzeugleichtbaukomponenten in den kommenden Jahren weiterhin steigen wird, hat FACC bereits im Jahr 2023 begonnen, das Werk in Kroatien erheblich auszubauen. Wenn die Bauarbeiten Mitte des Jahres 2024 abgeschlossen sein werden, hat FACC die Werksfläche verdreifacht.

Energiebedarf

Durch Effizienzsteigerungen konnte FACC den Energiebedarf je erzielter Million Umsatz um 18,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr reduzieren. FACC plant für die nächsten Jahre, den elektrischen Energiebedarf zu einem Gutteil mit solarer Energie zu decken und durch den Einsatz neuer Materialien und Prozesse weiter zu reduzieren. Das Unternehmen will seine COs-Emissionen bis 2030 um 40 Prozent gegenüber 2008 verringern und ab 2040 CO2-neutral produzieren.

Ausblick

Kurz- und mittelfristig wird in der Luftfahrtindustrie ein stabiles Wachstum prognostiziert. Der Bedarf an Kurz- und Mittelstreckenflugzeugen wird in den kommenden zwei Jahren um etwa ein Viertel ansteigen. Für das Segment der Langstreckenflugzeuge wird ein überproportionales Wachstum von 50 Prozent (A350-Flugzeugfamilie von Airbus) beziehungsweise 100 Prozent (B787-Flugzeugfamilie von Boeing) vorhergesagt.

Auf Basis dieser positiven Entwicklungen erwartet das Management der FACC für das Geschäftsjahr 2024 ein Umsatzwachstum im Bereich von 10 bis 15 Prozent, verbunden mit einer weiteren Steigerung der Profitabilität. Im Geschäftsjahr 2024 beabsichtigt FACC, den Mitarbeiterstand auf rund 4.000 Vollzeitäquivalente zu erhöhen. Aktuell beschäftigt FACC etwa 3.000 Personen.


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