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Keine Spitzenplätze mehr für innviertler Gemeinden im Bonitäts-Ranking

Walter Horn, 05.07.2024 08:19

BEZIRK RIED. Vor wenigen Jahren belegten Gemeinden aus dem Bezirk Ried noch regelmäßig Spitzenplätze im Bonitätsranking des Magazins „public“. Diese Zeiten sind vorbei. Mit Geinberg und Gurten sind nur noch zwei unter den besten 200.

Geinberg führt den Bezirk Ried im Bonitätsranking an, liegt aber nur noch auf Platz 142. (Foto: Tourismusverband S'Innviertel / Innvideo)

Die Top-3-Gemeinden aus Oberösterreich sind Sattledt, das diese Wertung schon mehrfach gewonnen hat (Gesamtrang 9), Wolfern (45) und Helpfau-Uttendorf (49).

Aus dem Bezirk Ried haben es nur noch Geinberg (Rang 142) und Gurten (Rang 172) unter die besten 250 geschafft, aus dem Bezirk Schärding keine einzige.

Geinberg war 2021 noch Dritter und 2022 Fünfter. Reichersberg schaffte 2021 noch Platz sechs.

Mit fünf Gemeinden unter den ersten 250 ist Braunau in dieser Rangliste der erfolgreichste Bezirk des Innviertels. Neben Helpfau-Uttendorf haben es noch Neukirchen an der Enknach (Platz 115), Weng im Innkreis (Platz 130), Tarsdorf (Platz 173) und Lengau (Platz 208) in die Wertung geschafft.

Das Ranking erstellte die Zeitschrift „public“ in Zusammenarbeit mit dem KDZ (Zentrum für Verwaltungsforschung). Die Berechnung basiert auf den Kennzahlen der letzten drei Jahre in den Bereichen Ertragskraft, Eigenfinanzierungskraft, finanzielle Leistungsfähigkeit und Verschuldung.

Bonität

Für die Bonität ist eine Vielzahl von Faktoren verantwortlich, und nicht alle können von der Gemeinde beeinflusst werden. Das reicht von der Wirtschaftskraft (von der die Höhe der gemeindeeigenen Steuern abhängt) und dem primären Finanzausgleich (der die Höhe der Ertragsanteile bestimmt) über die demografische Entwicklung und die höchst unterschiedliche Transferpolitik in den Ländern bis zum Gemeindemanagement und der Kompetenz der Entscheidungsträger.

Die unterschiedliche Transferpolitik der Bundesländer trägt nicht zur Chancengleichheit im Bonitätsranking bei. Die Höhe der Sozialtransfers ist sehr unterschiedlich – oberösterreichische Gemeinden zahlen beispielsweise pro Einwohner wesentlich mehr an Krankenanstalten-, Landes- und Sozialhilfeumlagen wie burgenländische Gemeinden, was mittlerweile viele Gemeinden in finanzielle Schwierigkeiten und an den Rand des Härteausgleichs treibt. Entscheidend ist auch die regionale Lage (ländlicher Raum oder Speckgürtel), die Einwohnerzahl spielt hingegen keine Rolle.


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