Herbert Kickl am Aschermittwoch in Ried: „Lasst uns Österreich zu einer Insel der Seligen machen“
RIED/I. Vor rund 2.000 Besuchern teilte FPÖ-Chef Herbert Kickl beim 33. politischen Aschermittwoch in der Rieder Jahnturnhalle traditionsgemäß gegen seine politischen Gegner aus – und sprach von einer Rückkehr in „die gute alte Zeit“.

Die Rieder Jahnturnhalle war beim politischen Aschermittwoch in blau getaucht. In nur zwei Stunden war die Veranstaltung ausverkauft.
Nach dem Einzug begrüßte FPÖ-Klubobmann und Rieds Bezirksparteiobmann Thomas Dim die Ehrengäste, darunter die Zweiten Landtagspräsidenten Sabine Binder aus Oberösterreich und Andreas Teufl aus Salzburg sowie Ansgar Schledde, Vorsitzender des AfD-Landesverbands Niedersachsen.
Kickl als Hitparadenstürmer
Herbert Kickl war heuer zum vierten Mal beim politischen Aschermittwoch in der Jahnturnhalle und feierte zunächst den Erfolg des Lieds „Immer vorwärts FPÖ“. „Dieses Mal stehe ich hier als Hitparadenstürmer. Ich fühle mich pudelwohl in Ried.“ Dann holte er zum Rundumschlag gegen die Regierung aus.
Kritik an der „Verlierer-Ampel“
Die „Verlierer-Ampel“ stehe für eine „politische Verwahrlosung“ und sei eine „Brutstätte des Unvermögens“. „Nichts ist besser geworden.“ Er betonte die Neutralität Österreichs und kritisierte unter anderem die Europäische Union, den Green Deal, das aktuelle Gesundheitssystem und die Migrationspolitik.
Insel der Seligen
Viel Raum widmete er der „guten alten Zeit“: „Sie ist keine Illusion, sie war in unserem Land real. Wir dürfen diese alten Zeiten nicht vergessen, sie zeigen, was möglich ist. Lasst uns gemeinsam Österreich zu einem Land, zu einer Insel der Seligen machen.“
Überwinden, was im Weg steht, und schützen, was hilft, das sei der Königsweg zur Dritten Republik. „Wenn die Politik die grundlegenden Bedürfnisse nicht erfüllen kann, ist es Zeit für etwas Neues.“
FPÖ-Landesparteiobmann Manfred Haimbuchner freute sich ebenfalls, wieder in der „Österreichischen Befreiungshalle“ in Ried zu sein: „Es gibt keinen schöneren Ort als hier bei euch nach dem Fasching Klartext zu sprechen.“
Verweis auf die Wahlen
Er kritisierte unter anderem das Mercosur-Abkommen, die CO2-Abgabe und die Sanktionen gegen Russland und wurde von Kickl als zukünftiger Landeshauptmann von Oberösterreich gefeiert. Haimbuchner betonte: „Wir sind ein verlässlicher Partner als Nummer drei gewesen, wir sind ein verlässlicher Partner als Nummer zwei und wir werden das auch als Nummer eins sein.“
Weltweit wehe der Wind der Veränderung. „Trump hat Europa die eigene Unfähigkeit vor Augen geführt. Es ist völlig normal, dass auch im deutschsprachigen Raum rechtskonservative, rechtsliberale und patriotische Parteien die Regierungschefs stellen werden.“


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