Stadtgemeinde legt Fokus auf Straßenbau und Stadtentwicklung
RIED. Mit gemeinsamen Anstrengungen und einem strikten Sparprogramm ist die Stadt Ried nach nur einem Jahr aus dem Härteausgleich herausgekommen. „Wir sind wieder Herr im eigenen Haus“, sagt Bürgermeister Bernhard Zwielehner (ÖVP).

Spürbar wird das zuerst beim Straßenbauprogramm und der weiteren Umsetzung des Stadtentwicklungsprozesses.
In die Reparatur und Erneuerung der Rieder Straßen werden etwa 1,2 Millionen Euro investiert. „Dafür gibt es ein transparentes Ranking nach Schadensklassen und Verkehrsaufkommen“, erklärt der Bürgermeister. Berücksichtigt werden auch geplante Leitungserneuerungen, Baustellen und der Austausch alter Teerbeläge gegen Asphalt. 70 Prozent der Mittel werden für Reparaturen verwendet, 30 Prozent für Straßenneubauten.
Stadtentwicklung
Nach drei Jahren geht der Stadtentwicklungsprozess in die nächste Stufe. Die Baulandwidmung soll dazu beitragen, leistbaren Wohnraum für breite Bevölkerungsschichten zu schaffen und auch helfen, größere Erholungsräume zu schaffen. Das Park- und Naherholungskonzept sieht je einen Nord-, Süd-, West- und Ostpark vor.
Letztlich soll die Region Ried zu einem integrierten Energie-, Klima- und Infrastruktursystem umgebaut werden.
Leistbares Wohnen
„Wir müssen unbedingt leistbares Wohnen in der Stadt ermöglichen“, sagt Zwielehner. Als beispielgebendes Modell für qualitätsvolle Wohnentwicklung entpuppt sich ein seit mehr als 100 Jahren in Ried bestehendes Modell: Die Gartenstadtbebauung am Ringweg aus den 1920er Jahren, die mit kleinen Parzellen, privaten Gärten und aufgelockerter Bebauung hohe Lebensqualität zu leistbaren Kosten bietet.
Glasfaser und Geothermie
Potenzial für die Stadt bietet der Ausbau zur „Glasfasercity“ und zur „Geothermiecity“. Die Energie Ried wird alleine heuer 16 bis 17 Millionen Euro in die Energienetze investieren. Die Digitalisierung der Stadtgemeinde soll bis 2028 abgeschlossen sein.
Auf dem Weg dorthin durchleuchtet eine Beratungsfirma das Stadtamt und dessen Organisation. Ziel ist eine „selbstlernende Organisation, die eigenständig Optimierungspotenzial erkennt und hebt“, wie es Bürgermeister Zwielehner ausdrückt.
Auf der Agenda steht auch die Generalsanierung der Kläranlage in Zusammenarbeit mit den fünf Nachbargemeinden. Das wird in den nächsten zehn Jahren etwa zehn Millionen Euro kosten.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden