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BEZIRK ROHRBACH/BEZIRK URFAHR-UMGEBUNG. Monatelange Ermittlungen von Kriminalbeamten waren von Erfolg gekrönt: Kriminalbeamte aus Rohrbach und Urfahr-Umgebung haben in einer gemeinsamen Ermittlungsgruppe mit den Landeskriminalämtern OÖ und NÖ eine fünfköpfige moldawische Tätergruppe ausgeforscht und festgenommen. 41 Einbrüche gingen auf deren Konto, dabei verursachten sie Schaden in Höhe von 255.000 Euro.

41 Einbrüche in ganz Österreich und im Ausland gingen auf das Konto der fünfköpfigen Tätergruppe. Foto: Weihbold

Beginn der 41-teiligen Einbruchsserie, vorwiegend Tatobjekte mit Tresore, war am 12. April 2018 in Aigen-Schlägl. Dabei wurde in einer Firma ein Tresor mit einer beträchtlichen Bargeldsumme gestohlen und anschließend mit dem firmeneigenen Pkw zur tschechischen Grenze in den Böhmerwald abtransportiert. Dort wurde der Tresor gewaltsam geöffnet und das Bargeld entnommen. Danach wurden der Tresor und der gestohlene Firmen-Pkw in einem Graben im Böhmerwald entsorgt.

Sieben Einbrüche in Haslach

Im August 2018 wurden in einer Nacht in Haslach an der Mühl insgesamt sieben Einbruchsdiebstähle begangen. Beim Einbruch in eine Pizzeria wurde ein Täter von der Tochter der Lokalbesitzerin überrascht. Er konnte aber über die tschechische Grenze flüchten. Von 20. auf 21. August 2018 wurde in Reichenthal im Mühlkreis in fünf Objekte eingebrochen.

Ermittlungen seit September

Schließlich wurde im September 2018 eine Ermittlungsgruppe mit sieben Kriminalbeamten eingerichtet. Die Tätergruppe konnte nach intensiven Fahndungsmaßnahmen am 31. Oktober 2018 gegen 23.10 Uhr in Rainbach im Mühlkreis auf frischer Tat betreten werden. Dabei wurde ein Verdächtiger festgenommen. Die weiteren Täter konnten nach Tschechien flüchten. Drei Täter konnten am nächsten Tag aufgrund eines von der Staatsanwaltschaft Linz erlassenen EU-Haftbefehles und Unterstützung der Tschechischen Polizei in Prag verhaftet werden. Ein weiterer Täter, der durch die Tatortarbeit und Spurenauswertung bekannt wurde, konnte in Ungarn festgenommen werden.

Den Tätern konnten außer der Einbruchsserie in Oberösterreich noch insgesamt 20 Einbruchsdiebstähle in Schulen, Sport- und Freizeitzentren, Golfanlagen und Firmengebäuden in mehreren Bezirken Niederösterreichs nachgewiesen werden. Darüber hinaus auch noch zwei Einbruchsdiebstähle in Tirol und ein Einbruchsdiebstahl in Wien. Die Tätergruppe war aber nicht nur in Österreich aktiv. Ihnen konnten auch zahlreiche Einbruchsdiebstähle in Italien, Schweiz und Deutschland nachgewiesen werden. Die fünf Täter, alle aus Moldawien und zwischen 23 und 35 Jahre alt, befinden sich derzeit in der Justizanstalt Korneuburg (NÖ) in U-Haft. Insgesamt richteten die Täter einen Schaden in Höhe von etwa 255.000 Euro an. Die Bereicherung betrug etwa 88.000 Euro.


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