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ROHRBACH-BERG. Spuren aus der Vergangenheit führen den Rohrbacher Kulturpreis auf neue Wege: Denn erstmals wurde die Auszeichnung auf dem Gebiet der Archäologie vergeben. Gleichzeitig ist Preisträger Gernot Krondorfer der erste der neuen Stadtgemeinde Rohrbach-Berg.

  1 / 5   Bürgermeister Andreas Lindorfer überreichte Gernot Krondorfer den Kulturpreis 2016 - den ersten der neuen Stadtgemeinde Rohrbach-Berg. Foto: Gahleitner

Mit dem „Steinzeitaktivisten aus dem Mühlviertel“ haben die Stadtgemeinde und die Raiffeisenbank Region Rohrbach wieder einen würdigen Preisträger gefunden. Der Ohnerstorfer Gernot Krondorfer widmet sich (gemeinsam mit Erwin Lindorfer aus Hofkirchen) seit vielen Jahren der geschichtlichen Erforschung der Donauanhöhen rund um Niederkappel und ihm ist es zu verdanken, dass die Geschichtsbücher eigentlich neu geschrieben werden müssten. Seine Funde von Keramikscherben, Pfeil- und Dolchspitzen, das seltene Jade-Beil oder das Niederkappler Prunkgefäß aus der Steinzeit belegen, dass diese Gegend schon vor 5000 Jahren besiedelt war. „Wirklichen Wert bekommt die Sammlung durch die genaue Aufzeichnung, Kennzeichnung und Dokumentation, die Krondorfers Stärke ist und die ihn auch bei Experten, Wissenschaftern und Universitäten Anerkennung finden lässt“, betonte Josef Eibl (Landschaftsschule Donauschlinge) in seiner Laudatio. „Mit dem diesjährigen Kulturpreis begeben wir uns auf Spurensuche in eine eigentlich schweigende Vergangenheit, die ihre Geheimnisse nicht leicht preis gibt - nur an jene, die sie zu lesen verstehen. Gernot Krondorfer hat uns auf diese Spuren aufmerksam gemacht und uns eine neue Sicht auf die Vergangenheit der Region eröffnet.“ 

Erlebte Archäologie

Der Kulturpreisträger macht Archäologie auch erlebbar – mit seinem kleinen, aber feinen Museum in Ohnerstorf, in dem jeder selbst aktiv in die Steinzeit eintauchen kann. Dieses Angebot wird mit der Landschaftsschule Donauschlinge weiter ausgebaut. Nicht zuletzt ist der aus Niederösterrreich stammende, gelernte Keramiker und Töpfer mit seinen außergewöhnlichen Sonnenuhren aus Granit und Ton weltweit bekannt.

Der Preisträger selbst freute sich naturgemäß über die Auszeichnung: „Dieser Kulturpreis ist eine Stärkung und Würdigung der urgeschichtlichen Erforschung der Region“, meinte der 50-jährige Hobbyarchäologe, den man vermutlich auch weiterhin suchend und findend über die Felder hoch über der Donau marschieren sehen wird.


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