Rohrbach-Berg bekommt Kinder-Rehabilitationszentrum mit 77 Plätzen
ROHRBACH-BERG. Die Entscheidung über den Standort eines Kinder-Rehabilitationszentrum ist gefallen. 77 Plätze gehen nach Rohrbach-Berg. Im Herbst 2019 soll dieses eröffnet werden.

Ein lange gehegter Wunsch dürfte in Erfüllung gegangen sein. 80 Plätze für eine Kinder-Reha sollen in Rohrbach entstehen. In nicht einmal zwei Jahren Bauzeit soll im Herbst 2019 das neue Zentrum für Kinder- und Jugend-Reha eröffnet werden. Insgesamt werden rund 20 Millionen Euro in dieses Projekt investiert. Die Gründe für die Wahl des Standortes in Rohrbach-Berg sind vielfältig: „Zum einen hat sich die Region ein hervorragendes Image als Familienregion aufgebaut und andererseits steht das Landeskrankenhaus Rohrbach (LKH) in unmittelbarer Nähe“, meint Landeshauptmann Josef Pühringer.
Kompetenz auf 5100 Quadratmeter
Der Neubau umfasst eine Nutzfläche von 5100 Quadratmeter. Schwerpunkte werden auf die Bereiche Orthopädie, Kinderchirurgie, Neurologie/Neurochirurgie, Herz/Kreislauf, Lungenerkrankungen, Kinder und Jugenpsychiatrie sowie Entwicklungs- und Sozialpädiatrie gelegt. Geplant sind 77 Betten für Kinder und Jugendliche von 0 bis 18 Jahren sowie 47 Betten für Begleitpersonen. Im Bereich der Kinder- und Jugendpsychiatrie wird es eine Zusammenarbeit mit pro mente geben. Die Aufenthaltsdauer wird pro Patient zwischen drei und fünf Wochen betragen.
Grundstück war das I-Tüpfelchen
„Das geeignete Grunstück in unmittelbarer Nähe war mit Sicherheit das I-Tüpfelchen“, erklärt Berndt Martetschläger, Geschäftsführer der „hospitals“-Projektentwicklungs GmbH. „Die Freude ist grenzenlos“, kommentiert Bürgermeister Andreas Lindorfer die Zusage. Die Gesundheits- und Spitals AG (gespag), die das LKH Rohrbach betreibt, wird am neuen Reha-Zentrum beteiligt sein und damit seinen Reha-Schwerpunkt weiter ausbauen. „Für uns ist das eine besondere Bereicherung“, meint gespag-Vorstandssprecher Karl Lehner, der verspricht, dass das Rohrbacher Krankenhaus das Reha-Zentrum kräftig unterstützen wird.
Glücksfall für die Region
Am geplanten Standort beim Spital in Rohrbach laufen derzeit die Umwidmungsverfahren. Der Beschluss dafür erfolgte bereits im Mai. „Es war gut, dass wir bald genug begonnen haben, die Hausaufgaben zu machen“, sagt Lindorfer. Im ganzen Gemeinderat der Bezirkshauptstadt ist man guter Dinge. „Für Rohrbach-Berg, aber auch für die gesamte Region ist die Kinder-Reha ein Glücksfall. Ich erhoffe mir dadurch viele positive Effekte“, freut sich auch SP-Stadtrat Andreas Hannerer über die Entscheidung. „Die Entscheidung für Rohrbach-Berg bedeutet auch einen Schub für das OÖ. Gesundheitswesen, eine Anerkennung für die Krankenhaus Rohrbach und eine enorme Aufwertung unserer Region“, freut sich auch Grünen-Gemeinderätin Ulrike Schwarz.
Gebietskrankenkasse als Hauptfinacier
Den Löwenanteil der Kosten will die oberösterreichische Gebietskrankenkasse übernehmen. Bis zu 9000 Euro pro Kind und Aufenthalt - je nach Schwere der Erkrankung - will man dort in die Hand nehmen. „Das Konzept hat die strengen Ausschreibungskriterien am besten erfüllt und ist ein wichtiger Wirtschaftsimpuls für zahlreiche Gesundheitsberufe und Branchen“, verrät Albert Maringer, Obmann der OÖGKK.


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