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BEZIRK ROHRBACH. Obwohl die Temperaturen derzeit zumindest in der Nacht noch auf Gefrierschrankniveau sind, ist die Diskussion um eine Vorverlegung der Sperrstunde brennendes Thema. Auch die Frage, wie man Leute zum früheren Fortgehen animiert, steht dabei im Mittelpunkt.

Laut Beschluss ist die Sperrstunde bei Vereinsfesten im Bezirk bei 3 Uhr. © vowe
Laut Beschluss ist die Sperrstunde bei Vereinsfesten im Bezirk bei 3 Uhr. © vowe

Freier Eintritt bis 22 Uhr: Mit diesem Vorschlag und noch mehr wollen Festveranstalter zum früheren Fortgehen animieren. Die Resultate sind oft bescheiden. Wie aber ändert man dieses Verhalten? Wolfgang Winkler, ein junger Feuerwehrmann aus Haslach, wollte via Facebook wissen, warum die Masse der Festbesucher erst nach 22 Uhr kommt. Seine Idee, die Sperrstunde für Vereinsfeste im Bezirk von 3 auf 1 Uhr zu verlegen und sich ein Beispiel an Bayern zu nehmen, sorgte dafür, dass die Diskussion voll angelaufen ist.

„Den Leuten was bieten“

Um zu erreichen, dass früher fortgegangen wird, muss man den Leuten was bieten. Das weiß beispielsweise das Team vom Hollerbergfest in Auberg. „Wir veranstalten seit Jahren ein Kabarett oder Konzert am Freitag am früheren Abend“, erzählt Andreas Wolfesberger vom Organisationsteam, das vergangenes Jahr beste Besucherzahlen für das Konzert von Hans Söllner registrierte. Vorwiegend Personen im gut situierten Alter. „Die Jungen gehen später fort, die erreichst du so nur schwer.“

Vor-Event für breite Zielgruppe

Jürgen Pröll vom Organisationsteam des Zeltfestes in Altenschlag (Gde. Helfenberg) berichtet von einer anderen Idee: Sie veranstalteten am vor Festbeginn das „Pull-It“, bei dem Teams mit je fünf Personen mit Muskelkraft einen Traktor um die Wette zogen. Ein Event, das Jung und Alt gleichermaßen begeisterte und zum Bleiben animierte. „Wir hatten die Hütte voll“, glaubt er, eine gute Idee für verschiedene Zielgruppen gefunden zu haben. Für heuer ist eine Fortsetzung geplant. Die Sperrstunde nach vorne zu verlegen, halten Wolfesberger und Pröll für keine so gute Idee. „Viele Leute kommen auch aus beruflichen Gründen nicht so bald aus dem Haus“, gibt Wolfesberger zu bedenken. Der Aufwand und die Kosten stehen dann nicht dafür. Dass die Festgäste nach 1 Uhr nicht nachhause gehen, sondern dann wo anders weiterfeiern, befürchtet Pröll.

Über Regelung wird immer wieder diskutiert

Die Sperrstundenregelung mit 3 Uhr für den Bezirk wurde in der Bürgermeisterkonferenz beschlossen. „Dikussionen über eine Änderung tauchen immer wieder auf“, verrät Bezirkshauptfrau Wilbirg Mitterlehner.


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