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BEZIRK ROHRBACH. Eine alarmierende Tendenz haben die jüngsten Befischungen des Fischereireviers Rohrbach an der Steinernen Mühl ergeben: Auf einer Strecke von 50 Metern fanden sich nur mehr zwölf Stück Bachforellen. Der Fischmarder hat sich an den Beständen ausgiebig bedient.

Bei einem Teich in Altenfelden wurden im Jänner 64 Forellen gefunden, bei denen nur der Kopf angefressen wurde – das Werk des Fischmarders.

„Es ist nicht fünf Minuten nach zwölf, sondern es ist fünf Minuten vor 24 Uhr“, sagte Bezirks-Fischereiobmann Norbert Salburg zu seinen Kollegen bei der Bezirksversammlung. Geschäftsführer Walter Koller zeigte Fotos von Fischen, die angenagt und liegengelassen wurden. Der Vorstand des Fischereirevieres verfasste eine Petition an den zuständigen Landesrat Max Hiegelsberger, damit eine Entnahme von Fischmardern schnell bewilligt wird. Die Petition liegt bei den Fischern auf.

Biber darf weiternagen

Das Abholzen von Laub- und Nadelholz entlang der Bäche durch den Biber schreitet voran. „Derzeit ist im Bereich des Fischereirevieres Rohrbach noch keine Entnahme durch die Bezirkshauptmannschaft Rohrbach bewilligt worden“, sagt Salburg. Auch die Kormorane sind Dauergäste bei den Fischern. Das Fischereirevier Rohrbach zahlt für jeden geschossenen und gemeldeten Kormoran ein Schussgeld in Höhe von drei Euro“, sagt Salburg. Bis März 2017 wurden laut Angaben der einzelnen Jäger 48 Kormorane erlegt, zudem zwölf Graureiher.

Fischsterben:Studie läuft

Im Spätherbst 2014 hat sich in der Großen Mühl im Bereich von Ulrichsberg bis Neufelden ein Fischsterben ereignet. Untersuchungen an der Veterinärmedizinischen Universität waren ergebnislos. Aufgrund dieses Fischsterbens wurden seit August 2015 monatlich vier Fische von verschiedenen Stellen der Großen Mühl entnommen und untersucht. Die Studie ist derzeit in Ausarbeitung und wird von der Uni Wien vorgestellt.


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