Später Regen brachte Bauern doch noch durchschnittliche Ernte ein
BEZIRK ROHRBACH. Regen bringt Segen – so kann man es grob zusammenfassen, wenn man die Erntemengen im Bezirk Rohrbach heuer betrachtet. Die guten Niederschlagsmengen in der jüngsten Zeit haben den viel zu trockenen Mai und Juni noch einmal herausgerissen.

„Das Getreide bleibt wegen der Trockenheit zu Beginn des Sommers etwas unter dem Durchschnitt, beim Silomais können wir aufgrund der guten Regenmengen in den vergangenen Tagen und Wochen mit einer durchschnittlichen Ernte rechnen“, zieht Bezirksbauernkammer-Obmann Ecker Bilanz.
Vor allem das Grünland hatte unter der anfänglichen Dürreperiode zu leiden, was zu einem weitgehenden Ausfall des zweiten bzw. dritten Schnittes geführt hatte. „Jetzt schaut es hier aber wieder gut aus und auch die Grasnarbe konnte sich erholen. Die vielen braunen Flecken auf den Wiesen sind wieder verschwunden“, freut sich Ecker.
Maikäferjahr steht bevor
A propos braune Flecken: Im Vorjahr mussten sich die Landwirte im Raum Pfarrkirchen, Lembach, Peilstein und Julbach mit sehr gefräßigen, kleinen Gesellen herumplagen: Engerlinge fraßen großflächig die Graswurzeln auf den heimischen Wiesen ab.
Dass die Plage heuer nicht so groß ist, habe einen ganz natürlichen Grund, erklärt Ecker: „Die Engerlinge entwickeln sich binnen vier Jahren zu Maikäfern. Im zweiten Entwicklungsjahr fressen sie besonders viel, und das war im Vorjahr. Heuer gab es nur ein kurzes Fresswachstum im Mai und Juni, ehe sich die Tiere verpuppten. Im nächsten Jahr müsste es deswegen besonders viele Maikäfer geben.“
Mehr Nischenprodukte
Da der Bezirk Rohrbach traditionell eine Rinderzuchtregion ist, bleibt der Schwerpunkt im Ackerbau auf Silomais und Getreide. Allerdings gibt es auch hier immer wieder experimentierfreudige Landwirte: Mohn, Kümmel oder Olkürbisse etwa finden sich vereinzelt auf den Äckern. In Putzleinsdorf zum Beispiel hat sich mit der Ortschaft Neundling ein ganzes Dorf dem Kräuteranbau gewidmet. Ecker: „Das sind eher Nischenprodukte aber wie man an einigen Beispielen sieht – wenn man das gut macht, kann man auch damit gut wirtschaften.“


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