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BEZIRK ROHRBACH. Den heimischen Lebensmitteln widmen die Bäuerinnen des Bezirkes das Jahr 2018 und machen darauf aufmerksam, dass diese ein kostbares Gut sind.

  1 / 3   Die Rohrbacher Bäuerinnen machen Gusto auf Produkte aus heimischer Erzeugung, das ganze Jahr 2018 dreht sich um das Thema Lebensmittel.

„Neben den wertvollen Inhaltsstoffen stecken in den regionalen, bäuerlichen Lebensmitteln viel Arbeit und wertvolle Ressourcen, wie etwa Wasser, Boden und Energie“, macht Bezirksbäuerin Hedwig Lindorfer deutlich.

Im Laufe seines Lebens nimmt der Mensch über 30 Tonnen Nahrungsmittel und über 50 Tonnen Flüssigkeit zu uns. „Es liegt an uns selber, mit welchem 'Treibstoff' wir unseren Körper tanken. Denn du bist, was du isst“, ergänzt Lindorfer. Weil das lebens(mittel)wichtige Wissen und der vielgerühmte Hausverstand rund um Lebensmittel und deren Verarbeitung mehr und mehr verloren geht, wollen die Bäuerinnen des Bezirkes heuer wieder für mehr Bewusstsein sorgen: Sie geben Wissen in Vorträgen und Kochkursen weiter und begeistern mit erprobten, auf die Saison abgestimmten Rezepten fürs Selberkochen.

Saisonal kochen

Gemeinsam mit den Tips werden außerdem im Laufe des Jahres einige Grundnahrungsmittel unter die Lupe genommen. Den Anfang macht das regionale Wintergemüse, das eine gesunde, frische Alternative zu Gemüse aus fernen Ländern ist. Es versorgt uns mit gesundheitsfördernden Stoffen, wie Vitaminen, Mineralstoffen, sekundären Pflanzeninhaltsstoffen und Ballaststoffen. Die schwefelhaltigen ätherischen Öle, die bei den Kohlgemüsesorten für den typischen Krautgeschmack sorgen, stärken zudem das Immunsystem.

Wintergemüse ist weit mehr als Kraut und Rüben, wie Weißkraut, Rotkraut, Kohl, Kohlsprossen, Kohlrabi. Köstliches Knollen- und Wurzelgemüse (Karotten, Kren, Rettich, Rote Rübe, Erdäpfel, Knollenfenchel, Knollensellerie, Petersilienwurzel, Pastinake), traditionelles Zwiebelgemüse (Zwiebel, Knoblauch, Porree) und unbekannte Gemüsespezialitäten wie Goldrüben, lila Karotten, Grünkohl, Süßkartoffeln, Haferwurzel runden eine unheimliche Vielfalt an gemüsigen, winterlichen Genüssen ab.

Veranstaltungen im Jahreslauf

Daneben sind auch heuer wieder einige Veranstaltungen geplant. So gibt es ein Generationenfrühstück (16. Februar beim Wildparkwirt in Altenfelden), den Palmbuschenverkauf am Wochenmarkt in Rohrbach-Berg, die beliebten Oasentage (13. bis 15. April nach Bratislava), einen humorvollen Abend (21. April im Meierhof in Aigen-Schlägl), den Bäuerinnen-Bezirkswandertag und zur Vorweihnachtszeit den „Nachmittag im Advent“.

 

Kartoffel - Sauerkraut -Auflauf

Zutaten:

6 große Kartoffeln

600g Sauerkraut

2 gr. Zwiebel

100g durchwachsener Speck

1 Becher Obers

½ Becher Sauerrahm

2 Eier

Salz, Pfeffer, Kräutersalz, Kümmel, Lorbeerblatt

200g Käse

 

Zubereitung:

Die Kartoffeln kochen. Den kleinwürfelig geschnittenen Speck in einer Pfanne auslassen und die Zwiebeln darin anrösten. Speck und Zwiebeln zum Sauerkraut in einen Topf geben, etwas Wasser angießen, mit Salz, Kümmel abschmecken, ev. 1Lorbeerblatt dazugeben und ca. 20 Minuten köcheln lassen. Die geschälten blättrig geschnittenen Kartoffeln und das fertige Sauerkraut schichtweise in eine befettete Auflaufform schlichten. Obers, Sauerrahm und Eier miteinander verrühren, mit Salz, Pfeffer und Kräutersalz würzen und gleichmäßig über die Zutaten in der Auflaufform gießen. Den geriebenen Käse darüber streuen. Im Rohr bei 200° C ca. 30 Minuten backen. Die Käsekruste soll goldbraun sein.

Tipp: Eignet sich hervorragend als Hauptspeise, schmeckt aber auch köstlich als Beilage z. B. zum Blunzngröstl oder anderen Fleischspeisen.

Wer es etwas deftiger haben möchte, kann mehr Speck, ein Blunzgröstl oder angebratenes Faschiertes unter den Auflauf mischen.

Wer es eher süß- sauer liebt, kann 2 kleingeschnittene Äpfel unter den Auflauf mischen.


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