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Integrierte Versorgung für Menschen mit Herzinsuffizienz: Pilotprojekt zeigt erste positive Trends

Martina Gahleitner, 16.03.2018 18:02

ROHRBACH-BERG. Menschen mit chronischer Herzschwäche werden mit einem neuen Konzept zur Integrierten Versorgung besser betreut und begleitet. Seit gut einem Jahr läuft dazu ein Pilotprojekt in der Region Rohrbach und am LKH Rohrbach und positive Auswirkungen sind bereits erkennbar.

  1 / 2   Menschen mit chronischer Herzschwäche werden in der Pilotregion Rohrbach engmaschig betreut. Foto: Wodicka

„Jene Patienten, die an diesem Pilotprojekt teilnehmen, kommen gegenüber früher weniger häufig ins Krankenhaus. Natürlich ist die derzeit überprüfbare Anzahl noch zu klein, um einen statistisch signifikante Aussage zu treffen“, informiert der Haslacher Allgemeinmediziner Erwin Rebhandl, der an der Projektentwicklung beteiligt war.

Bessere Vernetzung

Ziel des neuen Versorgungskonzeptes, das vom Land OÖ und der OÖ Gebietskrankenkasse entwickelt wurde, ist die bessere Vernetzung aller Partner entlang des Betreuungsprozesses - Angehörige, mobile Pflegedienste, Allgemeinmediziner, Facharzt und Krankenhaus - und damit eine verstärkte Überwachung der Patienten, um Wiederaufnahmen und Risiken zu minimieren. Auch Doppeluntersuchungen können so vermieden werden. „Die Patienten sollen zum Selbstmanagement ihrer Erkrankung befähigt und auch ihre Angehörigen bestmöglich unterstützt werden“, ergänzt Gesundheitslandesrätin Christine Haberlander (VP). 

250 Patienten sind das Ziel

Das Pilotprojekt testet das Konzept der Integrierten Versorgung für Menschen mit Herzinsuffizienz auf Praxistauglichkeit und Akzeptanz. Bis 30. Juni 2020 werden insgesamt 250 Herzinsuffizienz-Patienten in den Pilotregionen Rohrbach, Linz, Linz-Land und Urfahr-Umgebung jeweils ein Jahr lang beobachtet.

Derzeit sind 60 Ordinationen ins Pilotprojekt eingebunden, ebenso wie die großen Träger der Hauskrankenpflege. 132 Patienten beteiligen sich am Pilotprojekt. Rebhandl würde sich freuen, „wenn noch weitere Ärzte am Projekt mitwirken würden, um die geforderte Anzahl von Patienten so rasch als möglich zu erreichen.“

Rüstzeug für die Zukunft

Das Projekt verfolgt keinen Bettenabbau im stationären Bereich. Daher wird auch kein Sparpotential lukriert. Das Projekt versteht sich primär als „Rüstzeug für die Zukunft“, da aufgrund der demographischen Entwicklung die Zahl der Patienten mit chronischen Erkrankungen, zu denen auch Herzinsuffizienz zu zählen ist, zunehmen wird.


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