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BEZIRK ROHRBACH. Um den Winterdienst auf den Bundes- und Landesstraßen sicherzustellen, gibt es momentan kein Streusalz für die Gemeinden. Diese müssen auf Splittstreuung umstellen.

Weil Streusalz für die Landes- und Bundesstraßen gebraucht wird, gibt es momentan im Salzsilo in Ulrichsberg nichts für die Gemeinden zu holen. Foto: Weihbold

Via Internet hat Rohrbach-Bergs Bürgermeister Andreas Lindorfer auf die derzeitige Lage aufmerksam gemacht. „Aus bekannten und natürlich völlig verständlichen Gründen wurde uns die Salzentnahme aus dem Silo der Straßenmeisterei Ulrichsberg untersagt. Bundes- und Landesstraßen haben oberste Priorität“, sagt Lindorfer. Die Mitarbeiter am Gemeindebauhof und die beauftragten Landwirte bemühen sich, durch Splittstreuung die Straßen benutzbar zu halten. Lindorfer appelliert aber, besonders vorsichtig zu fahren.

Keine Abgabe in Ulrichsberg

Die Abgabe-Sperre für die Gemeinden gilt nur für das Salzsilo in Ulrichsberg, Lembach sei nicht betroffen, informiert Josef Gattringer, der für den Winterdienst auf Oberösterreichs Landesstraßen verantwortlich ist. „Es handelt sich dabei um eine kurzfristige Maßnahme, die notwendig ist, um den Winterdienst auf den Bundes- und Landesstraßen aufrecht halten zu können. Sobald die nächste Lieferung eingetroffen ist, können die Gemeinden wieder Salz entnehmen“, informiert der Salz-Manager. Er rechnet damit, dass im Laufe der nächsten Woche die Lager wieder aufgefüllt werden können.

Ausnahme-Winter

17.000 Tonnen Streusalz haben die Straßenmeistereien heuer schon von der Saline bezogen, mit anderen Lieferanten waren es sogar 35.000 Tonnen. Für Gattringer ist es ein Ausnahmewinter: „Wir haben immer wieder starke Tage mit extremen Salzverbrauch. Dass dies aber fast zwei Wochen andauert, ist selten.“ Weil vor allem das Mühlviertel und das Innere Salzkammergut betroffen waren, wurden Salzlieferungen auch in diese Regionen umgeleitet.


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