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BEZIRK ROHRBACH. Um Rohrbachs Landwirte im Kampf gegen den Engerling zu unterstützen, wird ein Cultan-Gerät angekauft. Mit diesem kann ein Pilzpräparat und damit ein natürlicher Gegenspieler in den Boden injiziert werden.

Mit dem Cultan-Gerät wird flüssiges Pilzsubstrat in den Boden eingebracht. Foto: Maschinenring OÖ

Möglich wird die Anschaffung dank der Unterstützung durch die Leaderregion. Bisher kam ein Leihgerät zum Einsatz, wie Johannes Hintringer, Projektleiter Grünland beim Maschinenring OÖ, informiert. „Wir haben heuer etwa 800 Hektar Wiesen mit diesem Cultan-Gerät bearbeitet. Dabei wird ein mikrobiologisches Pflanzenhilfsmittel in den Boden eingebracht, das die Sporenanzahl eines natürlich vorkommenden Pilzes erhöht“, erklärt der gebürtige Rohrbach-Berger. „Es ist keine Engerling-Bekämpfungsmaßnahme, sondern wir bringen einen natürlichen Feind ins Spiel.“

Unterstützung für mechanische Bekämpfung

Erste Erfolge hätten sich gezeigt, allerdings relativiert Hintringer: „In vielen betroffenen Gebieten sind einfach zu viele Engerlinge im Boden, bei 30 Prozent weniger ist der Schadbefall noch immer zu hoch.“ Aber die Pilzsporen würden die mechanische Bekämpfung der Engerlinge (mittels Kreiselgrubber oder Kreiselegge) unterstützen und langfristig zur Reduktion der Population beitragen.

Maschinenring koordiniert Verleih

Das neue Cultan-Gerät steht den Rohrbacher Landwirten gegen Entgelt zur Verfügung. Koordiniert wird der Verleih über den Maschinenring, der auch die Einbringung des Pilzsubstrates übernimmt. Ab Anfang Mai ist eine Anwendung sinnvoll, weil der Pilz warme Bodentemperaturen und Feuchtigkeit zur Entwicklung braucht.

Junikäfer frisst nächstes Jahr

Probleme machen übrigens nicht nur die Engerlinge des Maikäfers, der heuer sein Hauptfraßjahr hatte, sondern auch jene des Junikäfers. Von diesem seien im nächsten Jahr große Schäden zu erwarten, befürchtet Johannes Hintringer.


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