Kinderbetreuung in Schulen soll wirklich nur Notlösung sein
BEZIRK ROHRBACH. Seit heute Montag sind die Oberstufenschulen geschlossen, am Mittwoch folgen die Pflichtschulen, wobei an Eltern appelliert wird, die Kinder schon jetzt zu Hause zu lassen. Ein Notbetrieb ist aber eingerichtet.

Bis zu Beginn der Osterferien am 3. April wird der reguläre Unterricht ausgesetzt und alle Schüler wurden mit Übungsmaterialien für zu Hause versorgt. Um die Kinderbetreuung sicherzustellen, bleiben die Schulen geöffnet – für Kinder, deren Eltern und Erziehungsberechtigte beruflich unabkömmlich sind bzw. die keine Möglichkeit einer häuslichen Betreuung haben. „Möglichst viele Kinder sollen nicht in die Schule kommen, die Elternpflicht ist jetzt das Wichtigste“, appelliert ein Schulleiter aus dem Bezirk. Die Anweisung des Bildungsministeriums seien sehr deutlich, „die Schulen sind aufgefordert, diese nicht zu unterwandern.“
Dasselbe gilt für Kindergärten: Auch diese sollen nur genutzt werden, wenn Eltern keine andere Möglichkeit zur häuslichen Betreuung haben.
Digitales Lernen und Üben
Wie sich Schulen in der Corona Krise verhalten, zeigt die NMS Haslach: Es wurden Arbeitsaufträge, Wochenpläne und Lesestoff für die jüngeren Kinder vorbereitet, die großen Schüler sollen mit digitalen Lernplattformen arbeiten und über digitale Kanäle kommunizieren. „Durch die besonders hochwertige digitale Ausstattung an unserer Schule sind die Kinder diesen Aufgaben durchaus gewachsen“, ist Schulleiter Wolfgang Peherstorfer überzeugt. Schularbeiten und Tests werden in diesem Zeitraum ersatzlos gestrichen und es wird am Ende des Jahres eine faire Leistungsbeurteilung geben.
Landwirtschaftliche Schulen haben ebenfalls geschlossen. Die unterrichtsfreie Zeit soll für „Heimpraxis“ genutzt werden, die lange Zeit fester Bestandteil der Ausbildung an den landwirtschaftlichen Fachschulen war.


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