Neue Wege der Therapie für Menschen mit Herzschwäche
BEZIRK. Rohrbach ist eine von drei Testregionen, in denen Ärzte, Spitäler und Pflegedienste für Menschen mit Herzschwäche ihre Kräfte bündeln und die Integrierte Versorgung starten.

Ein gutes Leben mit Herzschwäche ist möglich – sofern der Patient seinem Therapieplan folgt. Hier setzt die Integrierte Versorgung an, die sich schon bei Diabetes, Schlaganfall oder Demenz bewährt hat. Niedergelassene Ärzte und Spitäler arbeiten Hand in Hand zusammen und können den Patienten lückenlos und überschneidungsfrei betreuen. Denn bisher pendeln Betroffene nicht selten zwischen Hausarzt, Facharzt und Spital. „Dann werden Termine schon einmal übersehen, vergessen oder ausgelassen“, weiß OÖGKK-Obmann Albert Maringer.
Alles im Überblick
Jeder Patient erhält zudem sein persönliches Herzinsuffizienz-Tagebuch. Darin werden Diagnosen, Notfallnummern, betreuende Ärzte, regelmäßige Medikamente und tägliche Gewichts-, Blutdruck- und Pulsmessungen notiert. So behält der Patient den Überblick und Ärzte wissen über seinen Status Bescheid. Dazu gibt es Patienten-Schulungen sowie laufende Kontrollen plus Enduntersuchung.
Start im Jänner 2017
Das Pilotprojekt, an dem unter anderem das Landeskrankenhaus Rohrbach, Allgemeinmediziner und Internisten aus der Region sowie alle diplomierten Mitarbeiter der Caritas und des Roten Kreuzes eingebunden sind, startet ab Jänner. Patienten mit vorangegangenem Krankenhaus-Aufenthalt können vom Krankenhaus für die Aufnahme in das Projekt vorgeschlagen werden. Die Teilnahme ist kostenlos und natürlich freiwillig. Bis zu 300 Betreuungsplätze sind für den Pilotbetrieb vorgesehen. Dieser soll bis ins zweite Halbjahr 2018 laufen, danach folgt eine Evaluierung.


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