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Engagierte Landwirte und Unternehmer haben Bestäubern unter die Arme gegriffen

Petra Hanner, 01.08.2018 16:00

OÖ. Wir betrachten die Bestäubung von Acker- und Wildpflanzen durch Insekten als selbstverständliche Gratisleistung. Gleichzeitig machen wir ihnen das Leben aber ziemlich schwer. Doch das Bewusstsein für das Problem wächst: Das zeigt die große Zahl der Teilnehmer an der Bühlstreifenaktion von Bienenzentrum und Maschinenring Oberösterreich.

Foto: Bienenzentrum OÖ
Foto: Bienenzentrum OÖ

Ziel war es, Blühstreifen entlang von Mais und Soja anzulegen und somit Nahrungsgrundlagen für Bienen in den Monaten Juli und August zu schaffen. In dieser Zeit ist das Blütenangebot relativ gering und so hat jede Nahrungsinsel existenzielle Bedeutung.

Nahrung für Baby-Bienen

Aber nicht nur Honig-, sondern auch Wildbienen benötigen in dieser Zeit abwechslungsreiches Nahrungsangebot. Diesen kommt als Bestäuber von Wild- und Kulturpflanzen eine noch viel größere Bedeutung zu. Vor allem im Hoch- und Spätsommer ist für Bienen ausreichende Nahrung wichtig, da in dieser Zeit die Jungbrut heranwächst. Bienen wie auch Hummeln sind gemeinsam mit (Schweb-)Fliegen, Schmetterlingen und anderen Insekten für die Bestäubung von 90 Prozent aller Blütenpflanzen verantwortlich. Zwischen 200 und 500 Milliarden Euro beträgt die Wirtschaftsleistung von Bestäubern jährlich. Und ohne Bienen kein Apfel, keine Marille und kein Kürbis.

Engagierte Landwirte

Mit Hilfe der Blühstreifenaktion wurden von 255 Landwirten in Oberösterreich 72,14 Kilometer einjährige Blühstreifen sowie rund 40 Hektar mehrjährige Blühflächen angelegt. Die größte Einzelfläche betrug 2,14 Hektar. „Alle die sich an der Blühstreifenaktion beteiligt haben, mussten Saatgut und die Anlage aus eigener Tasche finanzieren. Es wurde kein einziger Laufmeter gefördert. Die Bauern haben so pro Hektar Blühfläche mindestens 500 Euro investiert“, freut sich Landwirtschaftskammer-Präsident Franz Reisecker, dass die Bauern so viel Umweltbewusstsein und Engagement zeigen. Auch drei Unternehmen beteiligten sich mit einer Blühfläche von 1,1 Hektar. Im gewerblichen und öffentlichen Bereich liege noch viel Potenzial für Blühflächen.

Info-Broschüre des Naturschutzbundes: „Bestäuber in der Krise. Warum wir Bienen & Co. brauchen.“ 72 Seiten, 6,50 zzgl. Versand.

Bestellbar unter 0662/642909-50 oder im Shop auf der Homepage

https://naturschutzbund.at


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