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BEZIRK ROHRBACH/OÖ. Das Coronavirus breitet sich aus, in Österreich gibt es derzeit 14 bestätigte Erkrankungsfälle. Auch in Oberösterreich trifft man immer mehr Vorkehrungen: Die Testungen werden ausgeweitet, Information bereitgestellt und ein österreichweit koordiniertes Vorgehen fixiert. Vorrangiges Ziel ist es, die Ausbreitung der Krankheit zu verhindern.

In Oberösterreich gibt es noch keine bestätigte Corona-Erkrankung. Foto: Soni‘s/Shutterstock.com

„Europa und Österreich wollen erreichen, dass diese Krankheit nicht zu einer breitflächigen Krankheit wird“, betont Landeshauptmann Thomas Stelzer, der bestätigt: „Ja, es gibt Grund zur Vorsicht - aber Oberösterreich ist auch bestens vorbereitet.“ Ab Montag tagt regelmäßig ein Koordinierungsstab des Landes OÖ gemeinsam mit den Bezirkshauptmannschaften, dem Roten Kreuz, der Ärztekammer und anderen Stellen. Auch die Krankenhäuser in allen Regionen seien sehr gut vorbereitet und abgestimmt, ergänzt Gesundheitsreferentin LH-Stellvertreterin Christine Haberlander. Im Klinikum Rohrbach sind drei Schleusenzimmer ständig für Hochrisiko-Infektionsfälle vorbereitet. Außerdem liegen Notfallpläne auf und die Stationen und Aufnahmekanzlei sind gut über das Verhalten bei Corona-Verdachtsfällen informiert. 

Zu Hause bleiben und 1450 wählen

„Es gilt vor allem, die Bevölkerung über die aktuellen Entwicklungen und den richtigen Umgang mit einem Krankheitsverdacht zu informieren, denn Transparenz gibt Sicherheit“, sagt Haberlander. Wer also grippeähnliche Anzeichen aufweist, sollte zu Hause bleiben und sich an die Gesundheitshotline 1450 wenden. Die Beratungen werden gerne angenommen, die Anrufe unter dieser Nummer sind in den letzten Wochen explodiert.

Kein Grund zur Panik

Gegen das neue Coronavirus gibt es keinen Impfstoff, bei der Behandlung werden die Krankheitsbeschwerden gelindert. Schützen kann man sich am besten durch Hygienemaßnahmen, die generell zur Grippezeit wichtig sind: Hände regelmäßig mit Seife waschen; beim Niesen oder Husten Mund und Nase mit einem Papiertaschentuch bedecken (nicht mit den Händen) und das Taschentuch umgehend entsorgen oder in die Armbeuge niesen oder husten; Abstand zu Menschen, die Grippe-Symptome zeigen, halten; und wenn möglich Menschenansammlungen meiden.

Gesichtsmasken sind nur nötig, wenn der Verdacht besteht, krank zu sein oder wenn man kranke Menschen betreut. Einmal-Mundschutzmasken können zwar das Risiko der Weiterverbreitung von Viren durch Spritzer verringern, sind aber kein wirksamer Schutz gegen Viren oder Bakterien, die in der Luft übertragen werden.

Hier geht's zu häufig gestellten Fragen und Antworten zum Coronavirus auf der Website des Gesundheitsministeriums.

Krisenfester Haushalt

Der Zivilschutz OÖ macht bei dieser Gelegenheit erneut auf die Wichtigkeit eines krisenfesten Haushalts aufmerksam. Zumindest für eine Woche sollte man autark leben können, ohne das Haus verlassen zu müssen.

Fühlt man sich krank, ist man bei der telefonischen Gesundheitsberatung unter 1450 richtig. Bei allgemeinen Fragen zum Coronavirus gibt es die kostenfreie Hotline 0800-555 621 der AGES.


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